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Das Schweben der Einbildungskraft Zur frühromantischen Überbietung Fichtes

  • Lore Hühn
Article

Zusammenfassung

Das Schweben der Einbildungskraft ist eine Metapher, in deren Bedeutungsfeld sich die Aufwertung der romantischen Poesie zu einem wirklichkeitsstiftenden Prinzip vollzogen hat. Diese Aufwertung beruht auf einem Umbruch innerhalb des Paradigmas der Einbildungskraft, — ein Umbruch, den richtungsweisend für die ganze Phase der Frühromantik Novalis in Überbietung der idealistischen Subjektivitätsphilosophie Fichtes ins Werk gesetzt hat.

Abstract

The floating of the imagination (Einbildungskraft) is a metaphor, in whose range of meaning romantic poetry is elevated to a reality-giving principle. This elevation rests on a shift within the paradigm of imagination. By surpassing Fichte’s idealistic philosophy of subjectivity, Novalis accomplished this shift in a manner that showed the way for the entire phase of early romanticism.

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Literature

  1. 1.
    Wollte man in der anhaltenden Diskussion um das Verhältnis Fichtes zur Jenaer Frühromantik idealtypische Gegenpositionen einander kontrastieren, dann müßte man — grob genug — Manfred Dick, Manfred Frank, Dieter Henrich, Bernhard Lypp, Walter Schulz und Friedrich Strack als die wohl prominentesten Vertreter der Forschungsrichtung anführen, welche die grundsätzliche Nähe der philosophiegeschichtlichen Ausgangslage beider Positionen betonen. Auf diese Ausgangslage wird im einzelnen jeweils noch einzugehen sein. Davon abzuheben sind die Arbeiten von Ernst Behler, Jochen Hörisch, Paul de Man und Winfried Menninghaus, welche bei den Romantikern einen Bruch mit der idealistischen Subjektivitätsphilosophie Fichtes verzeichnen und aus der zutreffenden Beobachtung, daß die Romantiker die poetische Reflexion ohne Bezug auf ein vorgängig präsentes Ich-Substrat denken, den fragwürdigen Schluß ziehen, sie dekon- struierten jedwede Vorstellung metaphysisch vorgängiger Grundannahmen und lösten diese auf in das Spiel einer infiniten Kombinierbarkeit, ja grenzenlosen Vertauschbarkeit bloßer Signifikanten. Der Aufforderung Ernst Behlers, „die Schriften Schlegels aus der Perspektive Derridas und der Dekonstruktion zu lesen“ (Ernst Behler, „Friedrich Schlegels Theorie des Verstehens“, in: Die Aktualität der Frühromantik, hrsg. v. Ernst Behler und Jochen Hörisch, Paderborn 1987, 157), ist am eindringlichsten Winfried Menninghaus gefolgt; ihm fällt es am Ende „sogar schwer zu sehen, worin Derrida gegenüber den Frühromantikern etwas substantiell Neues zu bieten hat; leichter dagegen, worin er hinter ihnen zurückbleibt“Google Scholar
  2. 1a.
    (Winfried Menninghaus, Unendliche Verdopplung. Die frühromantische Grundlegung der Kunsttheorie im Begriff absoluter Selbstreflexion, Frankfurt a.M. 1987, 131). Anders als etwa Menninghaus, der in Verkennung der metaphysischen, zumal neuplatonischen Anleihen die frühromantische Depotenzierung von Subjektivität in die Nähe einer Diffundierung in ein universales Relationsgefüge ohne präformierendes Zentrum rückt, bei dem das Ich zu einer bloßen Funktionsgröße im Spiel der aufeinander verweisenden Signifikanten gerät, soll in diesem meinem Aufsatz die Traditionsgebundenheit der frühromantischen Subjektivitätskritik beleuchtet werden.Google Scholar
  3. 1b.
    Zur Kritik an Menninghaus vgl. Günter Figal, „Selbstverständigung als Literaturwissenschaft. Neueste Arbeiten zur Poetik um 1800“, Philosophische Rundschau 36 (1989), 48–67.Google Scholar
  4. 2.
    Die Textstelle lautet vollständig: „Ihr Wesen aber besteht eben in dem schwebenden Wechsel, in dem ewigen Suchen und nie ganz finden können; … in jedem guten philosophischen Gespräch muß wenigstens einer sein, der wißbegierig die Geheimnisse der höchsten Forschung zu enthüllen strebt, und einer, der im Besitz derselben, sie gern mitteilend immer mehr verrät, aber wenn man glaubt, er werde es, was er weder kann noch darf, nun ganz tun und ganz aussprechen, dann plötzlich abbricht, und durch eine unbestimmte Aussicht ins Unendliche unsre Sehnsucht von neuem erregt“ (Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe, hrsg. v. Ernst Behler u.a., III, Paderborn 1967, 100f. Im folgenden KA mit Stellennachweisen direkt im Text.).Google Scholar
  5. 3.
    Vgl. dazu v.a. W. Schulz, Metaphysik des Schwebens. Untersuchungen zur Ge­schichte der Ästhetik, Pfullingen 1985, 416 f.Google Scholar
  6. 9.
    Diesen Einwand hat Hegel in unterschiedlichen Schriften, vor allem in den Vorlesungen zur Ästhetik und den Grundlinien der Philosophie des Rechts immer wieder gegen Fichte und in dessen Nachfolge gegen seine Jenaer Dichterkollegen ausgespielt. Diesem Einwand liegt argumentativ die Gedankenfigur zugrunde, auf deren Folie Hegel im ersten Teil der Wissenschaft der Logik zugleich seine ganze Kritik an dem Prozeß „affirmativer Unendlichkeit“ bestritten hat. „Nur das Schlecht-Unendliche ist das Jenseits, weil es nur die Negation des als real gesetzten Unendlichen ist — so ist es die abstrakte, erste Negation; nur als negativ bestimmt, hat es nicht die Affirmation des Daseins in ihm; festgehalten als nur Negatives soll es sogar nicht da, soll unerreichbar sein. Diese Unerreichbarkeit ist aber nicht seine Hoheit, sondern sein Mangel, welcher seinen letzten Grund darin hat, daß das Endliche als solches als seiend festgehalten wird. Das Unwahre ist das Unerreichbare; und es ist einzusehen, daß solches Unendliche das Unwahre ist. — Das Bild des Progresses ins Unendliche ist die gerade Linie, an deren Grenzen nur das Unendliche [ist] und immer nur ist, wo sie — und sie ist Dasein — nicht ist, und die zu diesem ihrem Nichtdasein, d.i. ins Unbestimmte hinausgeht“ (G. W.F. Hegel, Werke in 20 Bänden, hrsg. von E. Moldenhauer und K. M. Michel, Frankfurt a.M. 1969, V, 165).Google Scholar
  7. 14.
    Mit Hinsicht auf Hegels Kritik an der daseinslogisch verfaßten Grundfigur affirma­tiver Unendlichkeit, welche das argumentative Kernstück der Hegelschen Auseinander­setzung mit den Romantikern bildet, hebt Michael Theunissen völlig zu Recht auf das Mißlingende der dort thematischen Bewegung ab: „Angesetzt war die Rückkehr zu sich als Selbstfindung. Als solche ist sie, aristotelisch gedacht, vollendetes Ende, das heißt ein Ziel, das nicht wieder überschritten zu werden braucht, weil der zu ihm hinführende Prozeß in ihm zur Ruhe kommt. An die Stelle der so verstandenen Selbstfindung tritt in Hegels Theorie der affirmativen Unendlichkeit eine Rückkehr zu sich, die dies nur ist als eine selber immer wiederkehrende Rückkehr zum Ausgangspunkt. Selbstfindung schlägt also in ihr Gegenteil um: in die Bewegung einer endlosen und fruchtlosen Rotation.“ (Michael Theunissen, Sein und Schein. Die kritische Funktion der Hegelschen Logik, Frankfurt a.M. 1978, 293).Google Scholar
  8. 15.
    Frederic B. Fitsch spricht deswegen davon, daß „alle Fälle von Ironie in sich ein gewisses Element von selbstbezüglicher Inkonsistenz enthalten oder etwas, das ihr nahekommt“ (vgl. Frederic B. Fitsch, „Selbstbezüglichkeit in der Philosophie“, in: Methodologie der Philosophie, hrsg. von Arend Kulenkampff, Darmstadt 1979, 185).Google Scholar
  9. 16.
    Es ist bekanntermaßen die Leistung der Dissertation Walter Benjamins, Kunstkritik als sich potenzierenden Zusammenhang von im Werk selbst angelegten Formen, nicht aber als Leistung eines sich in seinen Handlungen reflektierenden Ich charakterisiert zu haben (vgl. W. Benjamin, Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik, hrsg. v.H. Schweppenhäuser, Frankfurt a.M. 1973, 60 ff.Google Scholar
  10. 16a.
    vgl. hierzu v.a. Bernhard Lypp, Ästhetischer Absolutismus und politische Vernunft. Zum Widerstreit von Reflexion und Sittlichkeit im deutschen Idealismus, Frankfurt a.M. 1972, 55ff.).Google Scholar
  11. 20.
    Vgl. hierzu v. a. B. Lypp, ästhetischer Absolutismus und politische Vernunft (Anm. 16), 57ff.; ferner Michael Elsässer, Friedrich Schlegels Kritik am Ding, Hamburg 1994, 41ff.Google Scholar
  12. 21.
    Das romantische Fragment — seit jeher ein Lieblingskind der literaturwissenschaftli­chen Forschung — ist mit Hinsicht auf die Geschichte seiner Deutungen in der jüngsten Forschung vor allem von Herbert Uerlings kommentiert worden. Vgl. Herbert Uerlings, Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis. Werk und Forschung, Stuttgart 1991, 215 ff.Google Scholar
  13. 22.
    „Daß alle Materie vor allem organisch ist und daß jeder beliebige kleine Ausschnitt, auf den man sie zusammendrängt, stellvertretend kraft der wirklichen Verminderung zum Unendlichen, das sie einschließt, die wirkliche Erweiterung zum Unendlichen enthält, das außerhalb ihrer im Universum ist, das heißt, daß jeder kleine Ausschnitt auf unendlich viele Weise einen lebendigen Spiegel enthält, der das ganze unendliche Universum, das mit ihm existiert, ausdrückt“ (G. W. Leibniz, Kleine Schriften, hrsg. und übersetzt v.H. H. Holz, Frankfurt a.M. 1965, 379).Google Scholar
  14. 23.
    Es ist im übrigen Adorno, der offenkundig nicht allein mit Hinsicht auf Benjamin, vielmehr auch mit Hinsicht auf die frühromantischen Wurzeln der eigenen Ästhetischen Theorie die Bedeutung der fragmentarischen Form herausstellt: „War Benjamins Dissertation einem zentralen theoretischen Aspekt der frühen deutschen Romantik gewidmet, so ist er in einem Friedrich Schlegel und Novalis sein Leben lang verpflichtet geblieben, in der Konzeption des Fragments als philosophischer Form, die gerade als brüchige und unvollständige etwas von jener Kraft des Universalen festhält, welche im umfassenden Entwurf sich verflüchtigt“ (Theodor W. Adorno, Noten zur Literatur IV, Frankfurt a.M. 1974, 110).Google Scholar
  15. 25.
    Novalis Schriften. Die Werke Friedrich von Hardenbergs, hrsg. v. Richard Samuel in Zusammenarbeit mit Hans-Joachim Mähl und Gerhard Schulz, 5 Bände, Stuttgart 1960–1988, II, 269. Im folgenden NS mit Stellennachweisen direkt im Text.Google Scholar
  16. 26.
    Vgl. Manfred Frank, „Philosophische Grundlagen der Frühromantik“, Athenäum. Jahrbuch für Romantik, hrsg. v. Ernst Behler u.a., Paderborn 1994, 105ff.Google Scholar
  17. 32.
    Vgl. Lore Hiihn, Fichte und Schelling: Oder: Über die Grenze menschlichen Wissens, Stuttgart, Weimar 1994, 110 ff.Google Scholar
  18. 35.
    Zum Primat der Einbildungskraft bei Novalis gegenüber dem Primat praktischer Subjektivität bei Fichte, vgl. v.a. Friedrich Strack, Im Schatten der Neugier. Christliche Tradition und kritische Philosophie im Werk Friedrich von Hardenbergs, Tübingen 1982, 189 ff.Google Scholar
  19. 38.
    Vgl. Peter L. Oesterreich, „Ironie“, in: Romantik-Handbuch, hrsg. von Helmut Schanze, Stuttgart 1994, 351–365.Google Scholar
  20. 43.
    Die utopische Dimension eines solchen Wirklichkeitsentwurfs vor Augen transzendieren die Protagonisten des Jenaer Kreises von vornherein jene Grenze, an deren Unantastbarkeit vor allem ihr Weimarer Kollege Schiller nicht rühren ließ, indem dieser dem „ästhetischen Kunsttrieb“ nachdrücklich anempfiehlt, „die Markung in Acht“ (Schiller, Nationalausgabe, XX, 401) zu nehmen, welche die Wirklichkeit ihm setzt. Die Romantiker greifen in jene Grenzmarkierungen ein, die Schiller in seinem Wirklichkeitsverständnis einfach voraussetzt, wenn er vermeint, einzig in der Differenz zur gegebenen Wirklichkeit das genuin ästhetische des ästhetischen Scheins bestimmen und sodann zwischen der fiktiven und realen Dimension unserer Erfahrungswelt klare Trennungslinien ausmachen zu können. Jedes Modell, wonach Kunst in ein eindeutiges Repräsentationsverhältnis zur Wirklichkeit gebracht wird, operiert dem frühromantischen Selbstverständnis nach auf der Grundlage einer Differenz, eine Differenz, welche die Romantiker nachgerade im Ausgang von Fichte in Frage stellen und auf einen völlig anderen Wirklichkeitsentwurf hintergehen. Hierauf wird an späterer Stelle noch zurückzukommen sein. Zur Differenz zwischen Schiller und Schlegel vgl. Bernd Bräutigam, Leben wie im Roman. Untersuchungen zum ästhetischen Imperativ im Frühwerk Friedrich Schlegels (1794–1800), Paderborn u.a. 1986, 7ff.Google Scholar
  21. 47.
    Dieter Henrich hat wiederholt auf folgendes aufmerksam gemacht: Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre von 1794 enthält „keinerlei direkte und zugleich gewichtige Ausführungen zu Theorieproblemen der Ästhetik. Zumal der Begriff der produktiven Einbildungskraft, in dessen Bestimmung der Paragraph 4 der Wissenschaftslehre in sein Ziel kommt, ist ohne jede Beziehung auf den Themenbereich der ästhetik entwickelt. So kann man leicht zu der Vermutung gelangen, die Romantiker, welche die von Fichte analysierte Einbildungskraft wirklich im ästhetischen Zusammenhang geltend machten, hätten damit die Wissenschaftslehre nach ihrem Sinne umgeschrieben“ (D. Henrich, Der Grund im Bewußtsein. Untersuchungen zu Hölderlins Denken [1794–1795], Stuttgart 1992, 334). Diese Umschreibung vollzieht sich m.E. auf dem Hintergrund einer Vorentscheidung, welche die Romantiker mit Fichte teilen und die im Blick auf das frühromantische Kunstverständnis gar nicht hoch genug veranschlagt werden kann, nämlich der Vorentscheidung, die produktive Einbildungskraft als ein auf das Ganze unserer Erfahrung ausgreifendes Grundprinzip zu fassen, das alle Domänen unserer Lebenswirklichkeit umfaßt und sich gerade nicht auf einen Bereich, etwa den der Ästhetik, restringieren läßt. Die frühromantische Aufwertung der Kunst zu einem universalen Strukturprinzip, welches die strenge Grenzziehung von Kunst und Leben von vorneherein unterläuft, hat in dieser Vorentscheidung ihr Fundament. Völlig anders als Schiller, der nachdrücklich für den Grenzerhalt plädiert, gehen die Romantiker auf Fichtes Theorie der produktiven Einbildungskraft zu, um auf deren Grundlage die [poetische] Neuformierung der Wirklichkeit einzufordern. Daß sie die Aufgabe dieser Neuformierung einem Ästhetischen und nicht einem praktischen Prinzip anvertrauen, — darin liegt die antifichtesche Pointe ihres Programms. Zugleich darf man nicht aus dem Auge verlieren, daß, obzwar die Romantiker sich der von Fichte vorgegebenen Termino­logie, zumal der Begrifflichkeit des § 4 der Wissenschaftslehre von 1794 extensiv be­dienen, diese Begriffe vor dem Hintergrund der frühromantischen Depotenzierung von Subjektivität eine radikale Umdeutung erfahren haben. Hierauf wird im Abschnitt VII dieses Aufsatzes zurückzukommen sein.Google Scholar
  22. 48.
    „Die ganze Geschichte der modernen Poesie ist ein fortlaufender Kommentar zu dem kurzen Text der Philosophie: Alle Kunst soll Wissenschaft, und alle Wissenschaft soll Kunst werden; Philosophie und Poesie sollen vereinigt werden“ (Schlegel, KA II, 161); vgl. hierzu Bernhard Lypp, „Kunst-Philosophie. Reflexionen zu einem Gedankenstrich“, in: B. Lypp, Die Erschütterung des Alltäglichen. Kunst-Philosophische Studien, München 1991, 17 f.Google Scholar
  23. 51.
    Vgl. hierzu Manfred Dick, Die Entwicklung des Gedankens der Poesie in den Fragmenten des Novalis, Bonn 1965, 37 ff., 49 ff.; ferner Winfried Menninghaus (Anm. 1), 132 ff.Google Scholar
  24. 54.
    Vgl. J. Stolzenberg, Fichtes Begriff der intellektuellen Anschauung. Die Entwick­lung in den Wissenschaftslehren von 1793/94 bis 1801/02, Stuttgart 1986, 170f., 249 f.Google Scholar
  25. 54a.
    ferner Wilhelm Metz, Kategoriendeduktion und produktive Einbildungskraft in der theoretischen und praktischen Philosophie Kants und Fichtes, Stuttgart-Bad Cannstatt 1991, 383 ff.Google Scholar
  26. 58.
    Zur Rolle der Einbildungskraft bei der Vermittlung von § 1 und § 2 vgl. vor allem Fichtes Brief an Reinhold vom 2. 7. 1795. In: J. G. Fichte, Briefwechsel, hrsg. v. H. Schulz, 2 Bde., Leipzig 1925, I, 478, 2. 7. 1795 (Nr. 246). Vgl. ferner W. Metz (Anm. 54), 226 ff., 295 f., 304 ff.; ferner vgl. Stolzenberg (Anm. 54), 65 ff.Google Scholar
  27. 58a.
    sowie W. Janke, Vom Bilde des Absoluten. Grundzüge der Phänomenologie Fichtes, Berlin u.a. 1991, 306.Google Scholar
  28. 63.
    Vgl. Wolfgang H. Schrader, Empirisches und absolutes Ich. Zur Geschichte des Begriffs Leben in der Philosophie J. G. Fichtes, Stuttgart-Bad Cannstatt 1972, 53 ff.Google Scholar
  29. 75.
    Walter Jaeschke ist im Blick auf Friedrich Schlegels spätere Schriften, zumal der Philosophie des Lebens (1827), den Stationen dieser Depotenzierung nachgegangen. Vgl. W. Jaeschke, „Die hohle Nuß der Subjektivität oder: Über die Verklärung der Philosophie ins Positive“, in: Transzendentalphilosophie als System. Die Auseinandersetzung zwischen 1794–1806, hrsg. von Albert Mues, Hamburg 1989, 483–496.Google Scholar
  30. 76.
    Vgl. Michael Theunissen, „Vernunft, Mythos und Moderne“, in: Vernunftbegriffe in der Moderne, Stuttgarter Hegel-Kongreß 1993, hrsg. H. Fulda und R.-P. Horstmann, Stuttgart 1994, 53 ff.Google Scholar
  31. 77.
    Die nahezu unübersehbare Bedeutungsvielfalt, welche Friedrich Schlegel und Novalis an die Metapher des Chaos binden, hat Dietrich Mathy über die verschiedenen Phasen und Schriften hinweg aufgelistet und auch im Ansatz dokumentiert. Vgl. Dietrich Mathy, Poesie und Chaos. Zur anarchistischen Komponente der frühromantischen ästhetik, München, Frankfurt a.M. 1984. Zu Schlegels Rekurs auf die janusköpfige Gestalt des Chaos als einer Ursprungspotenz, siehe die dort aufgeführten Textbelege, v. a. 106 ff.Google Scholar
  32. 80.
    Friedrich Schlegel, Literary Notebooks (1797–1801), hrsg. H. Eichner, London 1957, 154.Google Scholar
  33. 83.
    „Die hier begegnende Schwierigkeit ist eigentlich die, daß die Ironie im strengerem Sinne nie einen Satz aufstellen kann, weil die Ironie eine Bestimmung des für sich seienden Subjekts ist, welches in lauter Agilität sich nicht zu sammeln vermag in der Gesamtanschauung, daß sie nichts bestehen läßt In letzter Instanz muß der Ironiker stets etwas ‚setzen‘, aber das von ihm so ‚Gesetzte‘ ist das Nichts. Nun aber ist es unmöglich, daß man das Nichts ernst nehme, ohne entweder zu etwas zu kommen (dies geschieht, wenn man es spekulativ ernst nimmt), oder zu verzweifeln (wenn man es persönlich ernst nimmt). Keines von beiden indes tut der Ironiker, und insofern darf man auch sagen, es sei ihm damit nicht ernst. Die Ironie ist das unendlich leichte Spiel mit dem Nichts …“ (Kierkegaard, über den Begriff der Ironie. Mit ständiger Rücksicht auf Sokrates, unter Mitarbeit von Rose Hirsch übersetzt von Emanuel Hirsch, Frankfurt a.M. 1976, 265 f.).Google Scholar
  34. 83a.
    Vgl. Michael Theunissen, Der Begriff Ernst bei Sören Kierkegaard, Freiburg, München 1982, 12 ff.Google Scholar
  35. 85.
    Vgl. Wilfried Greve, Kierkegaards maieutische Ethik. Von Entweder/Oder II zu den Stadien, Frankfurt a.M. 1990, 67ff.Google Scholar

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© Metzler 1996

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  • Lore Hühn
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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