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Musils “letzte Liebesgeschichte”

  • Christiane Zehl-Romero
Article

Zusammenfassung

Die Formel “letzte Liebesgeschichte” wird im Mann ohne Eigenschaften von Agathe selbst auf ihr Verhältnis zum Bruder, dem Helden des Romans, angewandt und bietet einen wichtigen Schlüssel zum Verständnis dieses Werkes, das unter anderem eine großangelegte Bestandsaufnahme und radikale Kritik des Liebesglaubens westlicher romantischer und nachromantischer Literaturtradition unternimmt.

Abstract

In the Man without Qualities Agathe uses the formula “last lovestory” when she thinks of her relationship to her brother, the hero of the novel. It provides an important clue to the understanding of a work which, among other things, presents a large-scale inventory and a radical critique of the Western Romantic and Post-romantic tradition of “amour passion.”

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. dazu besonders: Ernst Kaiser/Eithne Wilkins, Robert Musil. Eine Einführung in das Werk (1962); Heribert Brosthaus, “Zur Struktur und Entwicklung, des anderen Zustands in Robert Musils Roman ‘Der Mann ohne Eigenschaften’,” DVjs, 39 (1965), 388ff; Bernd Rüdiger Hüppauf, Von sozialer Utopie zur Mystik, Musil Studien, 1 (1971); Ulrich Karthaus, Der andere Zustand. Zeitstrukturen im Werke Robert Musils, Philologische Studien und Quellen, 25 (1965). Allgemein wichtig und aufschlußreich zur Geschwisterliebe sind besonders: Helmut Arntzen, “Die Reise ins Paradies,” Text und Kritik, Nr. 21/22 (1968), 42ff; Wolfgang Freese, “Verinnerte Wirklichkeit. Zur epischen Funktion der Liebe im ‘Mann ohne Eigenschaften’,” in Robert Musil. Studien zu seinem Werk, cd. Karl Dinklage (1970), S. 94ff; Leon Titche, “The Hermaphrodite,” Oxford German Studies, 7 (1972/73), 143ff Wolfdietrich Rasch, Über Robert Musik Roman “Der Mann ohne Eigenschaften”, Vandenhoeck-Reihe, 242 bis 244 (1967). Keine von diesen Arbeiten behandelt jedoch die Geschwisterliebe im Zusammenhang der Romantradition als “letzte Liebesgeschichte,” wie es die vorliegende Arbeit versucht. Wichtige Hinweise in diese Richtung finden sich aber bei Denis de Rougemont, “Tristans neue Gestalt,” Der Monat, Heft 127 (April 1959), 9ff und bei Götz Müller, Ideologiekritik und Metasprache, Musil Studien, 2 (1972), S. 55f.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Kaiser/Wilkins, Robert Musil, S. 128ff; Judith Burckhardt, Der “Mann ohne Eigenschaften” von Robert Musil, Basler Studien, 48 (1973), S. 77; und auch W. Rasch, über Robert Musils Roman “Der Mann ohne Eigenschaften”, S. 129ff.Google Scholar

Copyright information

© Metzler 1978

Authors and Affiliations

  • Christiane Zehl-Romero
    • 1
  1. 1.Tufts UniversityMedfordUSA

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