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Assoziation und Autorschaft: Gottfried Benns Rönne- und Pameelen-Texte und die Psychologien Theodor Ziehens und Semi Meyers

  • Marcus Hahn
Article

Zusammenfassung

Die frühen Helden Benns, Rönne und Pameelen, sind nicht die Geschöpfe eines biographischen ‚Urerlebnisses ‘1916 in Brüssel, sondern das überaus komische Ergebnis der Bennschen Auseinandersetzung mit der Assoziationspsychologie seines akademischen Lehrers Theodor Ziehen und der weitgehend unbekannten Entwicklungspsychologie Semi Meyers. Auf Ziehen gehen ‚Nihilismus ‘und ‚Montagekunst‘, auf Meyer die Selbstlegitimation als Künstler zurück.

Abstract

The early heroes of Benn, Rönne and Pameelen, are not the creations of a very specific biographical situation in Brussels 1916, but the rather funny result of Benns engagement with the psychology of association of his university teacher Theodor Ziehen and the largely unknown psychology of development of Semi Meyer. To Ziehen ‘nihilism ‘and ‘Montagekunst‘, to Meyer the self-legitimation as an artist can be related.

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Literature

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  30. 33.
    Gemeint ist ein — meist spätantikes — Blatt Pergament, dessen Ursprungstext aus ökonomischen Gründen getilgt wurde, allerdings ‚unter ‘den neuen Schriftzeichen weiterhin entziffert werden kann. Das Wort ‚Palimpsest ‘wird von der Intertextualitätstheorie als Metapher für die Beziehungen zwischen literarischen Texten verwendet (vgl. Gérard Genette, Palimpseste. Die Literatur auf zweiter Stufe, Frankfurt a.M. 1993 [frz. 1982]), es läßt sich aber auf die Untersuchung der Wissenspolitik Benns übertragen.Google Scholar
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    Semi Meyer, Die Geistige Wirklichkeit. Der Geist im Gefüge der Welt, Stuttgart 1925, 102 und 105.Google Scholar
  98. 196.
    Die Frage nach den Mechanismen der Evolution, d.h. die Richtigkeit der Darwinschen Theorie der natürlichen Zuchtwahl, ist um 1910 noch unbeantwortet; vgl. Peter J. Bowler, The Eclipse of Darwinism. Anti-Darwinian Evolution Theories in the Decades around 1900, Baltimore, London 1983. Benns Auseinandersetzung mit der Biologie, d.h. auch mit der Biologie Meyers, bleibt einer gesonderten Publikation vorbehalten.Google Scholar
  99. 203.
    Helmuth Plessner, Die Stufen des Organischen und der Mensch. Einleitung in die philosophische Anthropologie, 3. Aufl., Berlin, New York 1975 [zuerst 1928], 310. Auf Parallelen zwischen Meyers und Arnold Gehlens (1904–1976) Begriff der Entlastung ‘macht Anacker (Anm. 32), 340ff. aufmerksam.CrossRefGoogle Scholar
  100. 203a.
    Zu Benns Auseinandersetzung mit der philosophischen Anthropologie vgl. Marcus Hahn, „Die Stellung des Gehirns im Leben. Gottfried Benn und die philosophische Anthropologie Max Schelers“, in: Ulrich Bröckling u.a. (Hrsg.), Disziplinen des Lebens. Zwischen Anthropologie, Literatur und Politik, Tübingen 2004, 87–110.Google Scholar
  101. 213.
    Klaus Theweleit, Buch der Könige, Bd.2x: Orpheus am Machtpol. Zweiter Versuch im Schreiben ungebetener Biographien. Kriminalroman, Fallbericht und Aufmerksamkeit, Basel, Frankfurt a.M. 1994, 151.Google Scholar
  102. 215.
    So auch Buddeberg (Anm. 9), 19; Wodtke (Anm. 12), 330; Fackert (Anm. 5), 74; Beatrice Halasi-Kun Maniak, Der Begriff Naturwissenschaft ‘in Benns frühen Werken, Phil. Diss. New York 1976, 97 sowie Pauler (Anm. 21), 78. Preiß (Anm. 12) meint hingegen, daß Rönne „im Kino […] ein Mittel zur Überwindung der belastenden Ordnung der bürgerlichen Welt“ (216) finde, obwohl ihm ausgerechnet diese Ordnung auf der Leinwand vorgeführt wird.Google Scholar
  103. 227.
    Vgl. Meyer (Anm. 152), 179ff. Zum philosophiegeschichtlichen Vorlauf der Unterscheidung im deutschen Idealismus vgl. Paul de Man, „Zeichen und Symbol in Hegels Ästhetik“, Die Ideologie des Ästhetischen, hrsg. Christoph Menke, Frankfurt a.M. 1993, 39–58 [zuerst 1982].Google Scholar
  104. 234.
    Der Wiederabdruck der Insel ist in den Gesammelten Schriften (1922) noch fest eingeplant, fällt aber Verlagsquerelen zum Opfer. In die Gesammelte Prosa (1928) und in den Band Frühe Prosa und Reden (1950) hat sie Benn dann nicht mehr aufgenommen. „Ich fand die Jnsel ‘immer eine der allermässigsten Sachen, die ich je publizierte“ (Gottfried Benn, Briefe an F. W. Oelze 1932–1945, hrsg. Harald Steinhagen, Jürgen Schröder, Frankfurt a.M. 1979, 237f.).Google Scholar
  105. 244a.
    Holzapfel (Anm.43), 243 und 261. Historisch gesehen konstituiert sich das Wissen von den Gefühlen im Überlappungsraum von Psychologie, Philosophie und Kunst. Vgl. dazu Philipp Mayring, „Geschichte der Emotionsforschung“, in: Dieter Ulich, ders., Psychologie der Emotionen, Stuttgart, Berlin, Köln 1992, 11–27Google Scholar
  106. 244b.
    Hinrich Fink-Eitel, Georg Lohmann (Hrsg.), Zur Philosophie der Gefühle, Frankfurt a.M. 1993 sowie Claudia Benthien, Anne Fleig, Ingrid Kasten (Hrsg.), Emotionalität. Zur Geschichte der Gefühle, Köln, Weimar, Wien 2000.Google Scholar
  107. 247.
    Ygl. u.a. Holger Hof, Montagekunst und Sprachmagie. Zur Zitiertechnik in der essayistischen Prosa Gottfried Benns, Aachen 1997, 231 ff. und Paul Requadt, „Gottfried Benn und das ‚südliche Wort‘“, in: Hillebrand (Anm.24), 153–176 (zuerst 1962).Google Scholar
  108. 249.
    Müller-Freienfels (Anm.52), 7, 8 und 28. Zum allgemeinen wissenschaftsgeschichtlichen Hintergrund vgl. Anne Harrington, Die Suche nach Ganzheit. Die Geschichte biologisch-psychologischer Ganzheitslehren: Vom Kaiserreich bis zur New-Age-Bewegung, Reinbek b.H. 2002 (eng. 1996).Google Scholar
  109. 251.
    Lück (Anm. 58), 70. Vgl. die ausführliche Darstellung von Mitchell G. Ash, Gestalt psychology in German culture, 1890–1967. Holism and the quest for objectivity, Cambridge, New York, Melbourne 1995.Google Scholar
  110. 254.
    Richard Müller-Freienfels: Das Denken und die Phantasie. Psychologische Untersuchungen nebst Exkursen zur Psychopathologie, Aesthetik und Erkenntnistheorie, Leipzig 1916, 155.Google Scholar
  111. 256.
    Holzapfel (Anm. 43), 253f. Allerdings sucht er Ende der 20er Jahre Anschluß an die Charakterologie; vgl. Thjeodor] Ziehen, „Charakterologische Studien an Verbrechern“ Jahrbuch der Charakterologie 4 (1927), 195–209 und 5 (1928), 375–394 sowie Th[eodor] Ziehen, Die Grundlagen der Charakterologie. In 15 Vorlesungen dargestellt, Langensalza 1930.Google Scholar
  112. 263.
    Die Insel hat — bedingt durch Benns Verdikt — bemerkenswert wenige Leser gefunden. Hingewiesen sei auf die Interpretation von Angelika Manyoni, Consistency of Phenotype. A Study of Gottfried Benn‘s Views on Lyric Poetry, Bern u.a. 1983, 103ff. Die Novelle ende nicht in „disintegration“, sondern Rönne werde „from uncertainty to knowledge“ (103f.) geführt und realisiere „that rationality is the force congruent with the historical hour“ (105). Aufgrund welchen Wissens dies geschieht, bleibt ungeklärt.Google Scholar
  113. 266.
    Gottfried Benn, Ausgewählte Briefe, Wiesbaden 1957, 202ff.Google Scholar
  114. 267.
    Ziehen (Anm. 77), 186f. Vgl. den entsprechenden Abschnitt bei R[ichard] Wähle, „Bemerkungen zur Beschreibung und Eintheilung der Ideenassoziation“, Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie 9 (1885), 404–432, hier: 415f.Google Scholar
  115. 280.
    Gemeint ist der Berliner Neurochirurg Fedor Krause (1857–1937), der die Schädeltrepanation in die Epilepsiebehandlung einführt; vgl. Norman H. Horwitz, „Fedor Krause (1857–1937)“, Neurosurgery 38 (1996), 844–848. Deshalb „markiert“ Picasso einen „Krampfanfall“ (SW VII/1, 45). Offen bleibt jedoch, warum er an der ‚,[r]echte[n] Stirnwindung“ (ebd.) operiert wird: Paul Broca und Carl Wernicke lokalisieren das Sprachzentrum auf der linken Seite. Regine Anacker tippt auf eine bewußte Verunkla- rung der „historische[n] Bezüge“ bzw. auf Picasso als Pameelens Spiegelgestalt „bis in seine körperliche Organisation hinein“ [Anm. 32,102f.]. Vielleicht hat sich Benn einfach nur vertan.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Metzler 1999

Authors and Affiliations

  • Marcus Hahn
    • 1
  1. 1.SiegenDeutschland

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