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HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik

, Volume 46, Issue 2, pp 52–62 | Cite as

Subjektorientiertes Geschäftsprozessmanagement

  • Werner Schmidt
  • Albert Fleischmann
  • Oliver T. Gilbert
Article

Zusammenfassungen

Verbale Beschreibungen von Sachverhalten einer betrieblichen Wirklichkeit, die in Software abgebildet werden sollen, bestehen in der Regel aus Sätzen mit Subjekt, Prädikat und Objekt. Die meisten formalen Methoden zur Modellierung von Geschäftsprozessen und Anwendungssystemen vernachlässigen einen oder mehrere dieser Satzteile. Dies erschwert die Implementierung und behindert insbesondere die automatische Generierung von ausführbarem Code. Mit der Subjektorientierung wird ein Ansatz vorgestellt, der die Handelnden in Geschäftsprozessen (Personen und Systeme als Subjekte), ihre Handlungen (Prädikate) und Ziele bzw. Gegenstände ihrer Handlungen (Objekte) ausgewogen betrachtet. Der Ansatz eignet sich prinzipiell für alle Phasen des integrierten Business-Process-Management-Zyklus. Im Beitrag wird konkret auf die subjektorientierte Modellierung, Validierung und Implementierung eingegangen. Die Methodik stützt sich auf eine grafische Notation, die mit wenigen Diagrammen und Symbolen auskommt und der eine klar formalisierte Semantik zugrunde liegt. Letztere erlaubt u.a. die automatische Generierung ausführbarer Programme durch geeignete Werkzeuge. Es wird gezeigt, dass sich die aus dem Ansatz abgeleiteten Implementierungsaspekte gut für den Aufbau serviceorientierter Architekturen (SOA) eignen. Ein Fallbeispiel illustriert den praktischen Einsatz der Methode.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2009

Authors and Affiliations

  • Werner Schmidt
    • 1
  • Albert Fleischmann
    • 2
  • Oliver T. Gilbert
    • 3
  1. 1.Hochschule für angewandte Wissenschaften FH Ingolstadt Fakultät WirtschaftswissenschaftenIngolstadt
  2. 2.jCOM 1 AGRohrbach
  3. 3.SAP AG SAP ResearchWalldorf

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