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Schnelle, direkte Immissionskontrolle von Uraneinleitern

  • Hans Klös
  • Claus Schoch
Diskussionsbeiträge
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Zusammenfassung

Im Gammaspektrum von getrockneten Umweltproben sind die Informationen über die Radioaktivitätskonzentrationen von235U,238U,226Ra und210Pb bereits vorhanden. Eine Auswertung wurde u.a. wegen der Selbstabsorption der Strahlung in der Probe und den unzulänglichen Kalibrierstandards bisher nicht empfohlen. Durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse auf verschiedenen Gebieten der Gammaspektrometrie erscheint eine schnelle und direkte Auswertung sinnvoll, die auf personal- und kostenintensive chemischphysikalische Trennungsgänge und Präparationen weitgehend verzichten kann.

Einige Schritte zur Verbesserung werden gezeigt:
  • - Optinnierung des Detektors und der Meßgeometrie

  • - Messung der Selbstabsorption mittels Transmission

  • - Optimierung des Kalibrierstandards mittels Transmission

  • - Vereinfachung der Korrekturen

  • - Auswahl der geeigneten Abschirmung störender Strahlen.

Es wird gezeigt, daß bei Immissionskontrollen fast kostenneutral Uran und Folgeprodukte bis zu einer Erkennungsgrenze von <5 Bq/kg über Nacht direkt und automatisch gemessen werden können. Erreichbar werden durch mehrtägige Messungen 1 Bq/kg mit einem Fehler von 0,3 Bq/kg.

Durch diese kontinuierlichen Prozesse der Verbesserung eröffnet sich ferner ein neues Feld von Anwendungen wie Altersbestimmungen von Sedimenten und natürliche Radioaktivität als Tracer.

Schlagwörter

Kosten-Nutzen-Schätzung Qualitätskontrolle Uraneinleiter 235U,238U,226Ra,210Pb Gammaspektrometrie, verbesserte Auswertung Immissions-Kontrolle Radioaktivität, natürliche Sedimente, Altersbestimmung 

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Copyright information

© Springer-Verlag 1996

Authors and Affiliations

  • Hans Klös
    • 1
  • Claus Schoch
    • 1
  1. 1.Landesunweltamt NRWEssen

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