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Rüstungsaltlasten

Graphische Auswertung von Analysedaten zur Erstellung eines Belastungsprofils
  • R. Haas
  • I. Schreiber
  • E. v. Löw
  • G. Stork
Originalarbeiten

Zusammenfassung

Für die erste orientierende Untersuchung einer flächenhaften Rüstungsaltlast ist die Entnahme von z. T. mehreren hundert Bodenproben notwendig. Diese Untersuchung muß nicht nur die Endprodukte, sondern auch die bei der Produktion entstandenen Neben- und Abbauprodukte berücksichtigen. Erst dann kann unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten ein Belastungsprofil für den Standort erstellt werden. Im Rahmen dieser ersten orientierenden Untersuchung müssen alle Einzeldaten, i. a. mehrere hundert, ein Gesamtbild ergeben. Um Abhängigkeiten einzelner Untersuchungsparameter untereinander zu erkennen, wurde ein Computerprogramm entwickelt, welches in der Lage ist, eine Datenmatrix von 10.000 Einzeldaten zu mischen, zu berechnen und graphisch darzustellen. Dieser Erstuntersuchung müssen vertiefende Untersuchungen folgen. Ziel ist die Entwicklung eines standortbezogenen Sicherungs- und Sanierungskonzeptes.

Ammunition residues — Risk assessment by graphic evaluation of analytical data

Abstract

Initial surveys on the type and degree of contamination of soils at former military facilities requires in most cases the evaluation of several hundred soil samples. Of interest is not only the final product (i.e. the pure substance), but also by-products and decomposition products from the manufacturing process. All individual data have to be entered and used in the general assessment; interdependencies between individual parameters have to be identified. To achieve this goal, a computer program was developed which can correlate, calculate, and graphically represent a data matrix consisting of 10,000 individual data units. The initial survey should be followed by more detailed analyses. The goal is to develop a site-specific concept for safety and cleanup action.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1992

Authors and Affiliations

  • R. Haas
    • 1
  • I. Schreiber
    • 1
  • E. v. Löw
    • 2
  • G. Stork
    • 1
  1. 1.FB Chemie der Philipps-Universität MarburgMarburg
  2. 2.Institut der Umwelt- und KrankenhaushygieneMarburg

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