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Über einen Fall mit zwei Hirntumoren

  • L. Beichl
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Zusammenfassung

Mitgeteilt wurde ein Fall, dessen Symptomatik, bestehend in Linksabweichen und Retropulsion sowie einer leichten rechtsseitigen Hemiparese und stärker ausgebildeten Stammgangliensymptomen, vorwiegend auf einen Tumor der linken Kleinhirnhemisphäre, unter Umständen aber auf einen rechtsfrontalen Tumor bezogen werden konnte. Da sich im weiteren Verlauf eine linksseitige Stauungspapille und eine Amaurose des rechten Auges ohne sicheren pathologischen Augenhintergrundbefund entwickelte, also einFoster-Kennedysches Syndrom, allerdings ohne Geruchsstörung, wurde klinisch die Vermutung auf einen Tumor an der Basis des rechten Stirnlappens mit Druck auf den rechten Nerv. opticus ausgesprochen. Die Ventrikulographie ergab einen Tumor der hinteren Schädelgrube. Die Autopsie zeigte, daß außer dem ventrikulographisch und bei der Operation festgestellten cystischen Hämangiom der linken Kleinhirnhemisphäre auch noch ein kleines Meningeom des Tuberculmn sellae mit Druck auf den rechten Nerv, opticus bestand. Der Verlauf und die Symptomatik des Falles konnte so in allen Einzelheiten erklärt werden. Bemerkenswert war der Fall auch deswegen, weil es sich bei ihm um das immerhin sehr seltene Zusammentreffen zweier Tumoren von verschiedenem Bau, im vorliegenden Falle um ein Hämangiom und um ein Meningeom, handelt. An vier Bildern wurde der makroskopische Obduktionsbefund und der histologische Befund beider Tumoren gezeigt.

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© Springer-Verlag 1944

Authors and Affiliations

  • L. Beichl
    • 1
  1. 1.Psychiatrisch-neurologischen Klinik der Universität WienÖsterreich

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