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Spasmus und Rigor

Eine vergleichende physiologische Studie
  • H. Altenburger
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Zusammenfassung

Die Reaktionsweise desnormalen Muskels passiven Bewegungen gegenüber wird bestimmt:
  1. 1.

    Durch die elastischen Eigenschaften der Muskelsubstanz selbst.

     
  2. 2.

    Durch eine nervös gesteuerte, nur begrenzt in Erscheinung tretende Plastizität derselben, d. h. die Fähigkeit Längenänderungen ohne entsprechende Spannungszunahme zu vollziehen.

     
  3. 3.

    Durch tetanische, reflektorische Innervationsvorgänge, deren Ablauf im einzelnen entsprechend den jeweiligen Bedingungen verschieden ist.

     

Spasmus bedeutet gesteigerte Bereitschaft, Dehnungsreize mit Reflexerregungen zu beantworten und damit indirekt Steigerung der elastischen Reaktionsweise.

Rigor bedeutet demgegenüber vermehrte Plastizität, d. h. eine nervös gesteuerte Umstimmung des muskulären Zustandes nicht tetanischer Natur. Es resultiert daraus ein erhöhter gleitender Dehnungswiderstand und Zunahme der Fähigkeit, Längenänderungen ohne entsprechende Spannungszunahme zu vollziehen. Überlagert wird dieser Mechanismus in wechselndem Ausmaß durch Reflexvorgänge tetanischer Natur.

DieEnthirnungsstarre hat mit dem Pallidum-Nigrasyndrom gemeinsam die vermehrte Plastizität, während aus der gesteigerten Erregbarkeit der Dehnungsreflexe sich Beziehungen zum Pyramidenbahnsyndrom ergeben.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1938

Authors and Affiliations

  • H. Altenburger
    • 1
  1. 1.Neurologischen Forschungsinstitut BreslauDeutschland

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