Advertisement

Zur Frage der Panencephalitis

  • Wilhelm Müller
Article
  • 11 Downloads

Zusammenfassung

Es wird ein klinisch und anatomisch beobachteter Fall beschrieben, der der vonPette undDöring aufgestellten Krankheitsgruppe der einheimischen Panencephalitis vom Typ der Encephalitis japonica zugeordnet wird. Der beschriebene Fall war besonders charakterisiert durch erhebliche Liquorveränderungen, wie sie bisher in der Literatur nicht beschrieben sind. Es wird gerade bei diesen Encephalitisformen auf die Divergenz zwischen Liquorveränderungen und doch relativ häufig bestehender Nackensteifigkeit hingewiesen. Das Symptom der Nackensteifigkeit läßt sich bei diesen Formen nicht immer durch meningeale Veränderungen erklären, sondern scheint auch durch Veränderungen im Spannungszustand der Muskulatur erklärbar zu sein. Es wird versucht aus den Liquorbefunden entstehungsmäßig von einem Liquorsyndrom mehr meningealer Art ein Liquorsyndrom herauszuarbeiten, das auf ein encephalitisches zentralnervöses Geschehen hinweist. Auf die Bedeutung wiederholter Liquoruntersuchungen zur Erhaltung eines Längsschnitts des Verhaltens der Cerebrospinalflüssigkeit während des gesamten Krankheitsgeschehens zur Gewinnung neuer Erkenntnisse wird besonders verwiesen. Nach Erörterung des Schrifttums und Erweiterung der klinischen Symptomatologie wird auf die auffallende Relation zwischen Knötchenbildung und geringer Ganglienschädigung bei diesen Fällen aufmerksam gemacht und die Frage erörtert, ob gerade nicht diese Beziehungen das Wesen dieser Erkrankungen bestimmen.

Für die einheimischen Panencephalitiden wird der Name „Panencephalitis nodosa (Pette-Döring)“ vorgeschlagen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturverzeichnis

  1. Anderson, McKordoch, Collier, Gray u. a.: J. amer. med. Assoc.103, 822 (1934).Google Scholar
  2. Bannwarth: Dtsch. Z. Nervenheilk.125, 148 (1932).CrossRefGoogle Scholar
  3. Birkmayer: Wien. med. Wschr.1940 II.Google Scholar
  4. Conrad u.Dellbrügge: Z. Neur.169, 580 (1940).Google Scholar
  5. Dawidowsky: Zit. nachHirschberg.Google Scholar
  6. Döring: Münch. med. Wschr.1941 II, 1053.Google Scholar
  7. Dürck: Münch. med. Wschr.1921 I, 33.Google Scholar
  8. Arch. Schiffsu. Tropenhyg.29, 43 (1925).Google Scholar
  9. Eckstein: Encephalitis im Kindesalter. Berlin: Springer 1929.Google Scholar
  10. Hasenjäger u.Lenz: Arch. f. Psychiatr.113, 405 (1940).CrossRefGoogle Scholar
  11. Hayashi: Fol. psychiatr. et neur. jap.1937 I, 419.Google Scholar
  12. Hirschberg: Fleckfieber und Nervensystem. Berlin: S. Karger 1932.Google Scholar
  13. Hoesch: Über die übertragbare Genickstarre und die atypische Enceophalitis. Leipzig: Johann Ambrosius Barth 1940.Google Scholar
  14. Jakob: Antomie und Histologie des Großhirns, Bd. I und II. Leipzig-Wien 1927.Google Scholar
  15. Kaneko u.Aoki: Erg. inn. Med.34, 342 (1928).Google Scholar
  16. Ossenkopp: Z. Neur.128, 380 (1930).Google Scholar
  17. Peter: Z. Neur.113, 287 (1928).Google Scholar
  18. Pette u.Döring: Dtsch. Z. Nervenheilk.149, 7 (1939).CrossRefGoogle Scholar
  19. Scholz: Z. Neur.79, 114 (1922).Google Scholar
  20. Schröder: Z. exper. Med.25, 287 (1921).Google Scholar
  21. Silbermann u.Zoppert: Wien. klin. Wschr.1936 I, 52.Google Scholar
  22. Spielmeyer: Z. Neur.47 (1919).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag 1942

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Müller
    • 1
  1. 1.Neurologischen Klinik des Allgemeinen Krankenhauses Hamburg-BarmbeckDeutschland

Personalised recommendations