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Zur Diagnose otogener Komplikationen von Seiten des Nervensystems

  • H. Demme
Sitzung der Neurologischen Abteilung (23. August 1936)
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Zusammenfassung

Die Liquoruntersuchung bedeutet einen unentbehrlichen Bestandteil der Diagnostik oto- und rhinogener Erkrankungen des Zentralnervensystems. Schon die unkomplizierte Mastoiditis, sowie Empyeme der Stirnhöhlen und der Keilbeinhöhle können zu leichten unspezifischen Liquorveränderungen (Eiweiß- und Zellvermehrung) führen. An praktischen Beispielen wird das Syndrom der „sympathischen Meningitis“ herausgearbeitet (Reaktion der Meningen auf einen in ihrer Nachbarschaft sich abspielenden eitrigen Prozeß). Es findet sich dabei neben den klinischen Erscheinungen einer Meningitits im Liquor eine starke Zellvermehrung (Polynukleose) bei relativ mäßiger Eiweißvermehrung und hohem Eiweißquotienten. Bei einem solchen Befund sollte der Eiterherd möglichst operativ angegangen werden, bevor es zu einem Durchbruch in die Meningen kommt. Richtunggebend für die Art des operativen Vorgehens ist der lokale Befund am Ohr bzw. an den Nebenhöhlen. Bricht der eitrige Prozeß in die Meningen durch, kommt es zu einer allgemeinen eitrigen Meningitis, so schnellen die Eiweißwerte in die Höhe, während der Eiweißquotient absinkt. Auch ein frischer Hirnabsceß kann zu den Liquorveränderungen einer „sympathischen Meningitis“ führen. Entscheidend für das therapeutische Handeln sind dabei die klinischen Erscheinungen des Hirnabscesses.

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Reference

  1. 1.
    Dtsch. Z. Nervenheilk.113, 99. - Arch. Ohr- usw. Heilk.137, 162.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag 1937

Authors and Affiliations

  • H. Demme
    • 1
    • 2
  1. 1.Neurologischen Abteilung des AllgKrankenhauses Barmbeck in HamburgDeutschland
  2. 2.Hamburg

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