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Klinische methoden zur bestimmung des eiweiβ- und globulingehaltes im liquor cerebrospinalis

  • Karl Grahe
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Das Gesamteiweiβ im Liquor wird am häufigsten nach der Nissischen und neuerdings nach der Brandbergschen Methode bestimmt.

     
  2. 2.

    Der Eiweiβgehalt im Liquor hat eine physiologische Breite von 1/3−1/2‰, so daβ Werte unter 1/3‰ normal, über 1/2‰ als pathologisch anzusehen sind.

     
  3. 3.

    Beim Vergleich der NissIschen und Brandbergschen Methode finden wir eine Übereinstimmung in der Anzeige normalen oder erhöhten Eiweiβgehaltes in 84%. In den übrigen 16% zeigt die Nissische Methode groβe Differenzen, so daβ feinere Schwankungen nicht zum Ausdruck kommen können.

     
  4. 4.

    Zur Globulinbestimmung werden die Nonne- A peitsche Phase I und in neuerer Zeit die Pandysche Reaktion benutzt.

     
  5. 5.

    Beide zeigen sowohl bei negativem Ausfall (Pandy 0/3-1; Phase I Θ oder τ—op), wie bei positivem Ausfall (Pandy 2 oder 3; Phase I op oder Trübung) gute Übereinstimmung.

     
  6. 6.

    Pandy 1 bedeutet einen Grenzwert, dem sowohl τ und τ—op, wie op entspricht.

     
  7. 7.

    Im allgemeinen gehen Globulin- und Gesamteiweiβgehalt parallel, so daβ wir bei negativem Ausfall von Pandy und Phase I mit groβer Sicherheit auf normalen, bei positivem Ausfall von Pandy und Phase I auf vermehrten Eiweiβgehalt schlieβen können.

     
  8. 8.

    Es gibt keine charakteristischen Globulin- und Eiweiβmengen für einzelne Krankheiten; nur die Gesamtheit der Untersuchungen kann Aufschluβ über die Beschaffenheit des Liquor geben.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag 1914

Authors and Affiliations

  • Karl Grahe
    • 1
  1. 1.Medizinischen Klinik des stüdtischen Krankenhauses zu Frankfurt a. M.Deutschland

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