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Zur Psychologie des Welterlebens und der Fremdheit. II

Über die „weibliche“ Homosexualität
  • Oswald Schwarz
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  1. 1.
    Mitteilung I diese Zeitschrift139, 87 (1932).Google Scholar

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  1. 1.
    Ganz das gleiche dürfteL. Frobenius meinen, wenn er sagt: „daß, ‚Mutterrecht‘ und ‚Vaterrecht‘ nicht etwa nur für sich allein auftretende Erscheinungen des Gemeinschaftslebens sind.“ Es zeigt sich vielmehr, „daß es kein Gebiet der kulturellen, geistigen wie körperlichen Betätigung gibt, in dem nicht die gleiche Gegensätzlichkeit oder Unterschiedlichkeit zutage tritt“. „Denn die Matriarchalen sehen allegorisch und ihre Anschauung ist eine magische, die Patriarchalen aber erleben alles als Symbol und sind deshalb Mystiker.“ (Das „Sterbende Afrika“, Bd. 2.)Google Scholar

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  1. 1.
    Deutsche Übersetzung: „Quell der Einsamkeit“, Leipzig: Verlag Paul List.Google Scholar

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  1. 1.
    Vgl.H. Löwith: Das Individuum in der Rolle des Mitmenschen. München 1928.Google Scholar

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  1. 1.
    Dies zeigen in unmittelbarer Formulierung die auf S. 483 zitierten Stellen oder Sätze wie „Stephen war ganz erfüllt von dem Dasein der Geliebten“; das „erfüllt“ ist hier ganz wörtlich zu nehmen.Google Scholar
  2. 2.
    Lucka, Emil: Die drei Stufen der Erotik. Berlin und Leipzig 1913.Google Scholar

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  1. 1.
    vgl. dazuHeidegger Google Scholar

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  1. 1.
    Es ist sicher von Interesse, darauf hinzuweisen, daß das Liebesleid des Jugendlichen ganz die gleiche Ursache hat. Das außerordentlich Quälende dieses Liebens ist eben das Gefühl, den Geliebten nicht besitzen, ganz für sich haben zu können. Zeichen der Reife dagegen ist es, den Begriff der Freiheit und d. h. der Individuation erfaßt zu haben. An Stelle dieses Liebes-„Objektes“, das man verschlingen will, tritt der „Partner“, der bei höchster Hingabe doch die Freiheit seiner Eigenexistenz bewahrt. DieDialektik der Partnerschaft zwischen Angehören und Freisein ist die logische Struktur der reifen Liebe (vgl. hierzu meinen Aufsatz im Nervenarzt1932, H. 5). Der Jugendliche und der Neurotiker verfehlen sie: ersterer leidet unter der Unmöglichkeit des Aufgehen-Könnens, letzterer an der Angst vor dem Aufgehen-Müssen.Google Scholar

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  1. 1.
    Zum besseren Verständnis dieses recht schwierigen Momentes sei verwiesen auf das, was ich in meiner Monographie und der vorhergehenden Mitteilung darüber sagte, sowie auf die schönen AusführungenGebsattels über die verschiedenen „Leibgestalten“ [Mschr. Psychiatr.82 (1932)].Google Scholar

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  1. 1.
    Um das Durchgängige dieser Antithese überzeugend zu stützen, sei wieder aufFrobenius verwiesen: Das Patriarchat ist „Ausdruck unbezähmbarer Sehnsucht, wie das Matriarchat das gieriger Erfüllung“. „So kommt, daß die einen das Übersinnliche erleben, so wie die anderen es fast bis zum Haß ablehnen, daß, so wie diese das Körperliche, Sinnliche und Lebende, jene das Körperlose, Übersinnliche und durch den Tod vom Körperlichen Entlastete verehren.“ Ausdrücklich hingewiesen sei ferner auf die weitgehenden interessanten Beziehungen zwischen der Lebenshaltung der hier geschilderten weiblichen Homosexualität und dem, wasHaeberlin das „ästhetische Leben“ nennt (P. Haeberlin: Allgemeine Ästhetik. Basel, Leipzig 1929. Vielleicht ist es doch nicht überflüssig, gerade in diesen Zusammenhängen ausdrücklich darauf hinzuweisen, daß in unseren Ausführungen „männlich“ und „weiblich“ nicht etwa als metaphysische Prinzipe irgendeiner Art, sondern als psychophysische Realitäten zu verstehen sind.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag 1933

Authors and Affiliations

  • Oswald Schwarz
    • 1
  1. 1.Wien

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