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Deutsche Zeitschrift für Chirurgie

, Volume 242, Issue 9–10, pp 773–784 | Cite as

Zur behandlung fistelnder, mit einem bronchus kommunizierender eiterhöhlen im Thorax mittels saug-spül-dränage

  • Max Tiegel
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Zusammenfassung

Eine 3 Monate bestehende, von einer Stichverletzung herrührende, nach außen offene, nach innen mit einem Bronchus kommunizierende starrwandige Eiterhöhle im Thorax, die keine Heilungsneigung zeigte, wird durch Anwendung einer besonderen Methode (Saug-Spül-Dränage) so günstig beeinflußt, daß:
  1. 1.

    das in großen Mengen expektorierte jauchig stinkende Sputum sofort verschwindet.

     
  2. 2.

    die bisher hoch fiebernde Patientin vom 4. Tage ab fieberfrei bleibt, sich wohl fühlt und Appetit bekommt,

     
  3. 3.

    die ebenfalls sehr starke jauchig stinkende Eiterung aus der äußeren Wunde sich rasch verminder und nach 14 Tagen bis auf geringe Spuren verschwunden ist,

     
  4. 4.

    die große Höhle nach 48 Tagen bis auf eine flache gut granulierende Mulde sich verkleinert hat.

     

Das Verfahren besteht darin, daß der stagnierende Eiter unter einem in der Eiterhöhle erzeugten hohen Minusdruck und unter Zutritt von mit Terpentindämpfen vermischter Nebenluft ständig durch eine Wasser-strahlpumpe abgesaugt und die Höhle durch häufige Spülungen gereinigt wird.

Die Methode wird für ähnlich liegende Fälle empfohlen, auf weitere Möglichkeiten der Anwendung wird hingewiesen. Eine bestimmte Indikationsstellung kann auf Grund dieses einen Falles noch nicht gegeben werden.

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© Springer-Verlag 1934

Authors and Affiliations

  • Max Tiegel

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