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Blätter der DGVFM

, Volume 11, Issue 4, pp 565–604 | Cite as

Der Anlaufeffekt im kollektiven Bausparen bei gleichbleibenden und steigenden NeuzugÄngen

  • Hans Laux
Article

Zusammenfassung

Die Wartezeiten beim kollektiven Bausparen werden gewöhnlich formelmÄ\ig für den sogenannten Beharrungszustand berechnet, sei es statischer Art im Falle gleichbleibender, sei es dynamischer Art im Falle progressiver NeuzugÄnge (vgl. die früheren Arbeiten des Verfassers, BlÄtter der DGVM Bd. X, S. 419–430, 1972; Bd. XI, S. 31–76 und S. 227–236, 1973 sowie S. 363–370, 1974). In ErgÄnzung dazu befa\t sich der vorliegende Aufsatz mit dem sogenannten Anlaufeffekt. Darunter versteht man eine dem Kollektivprinzip eigentümliche Erscheinung, da\ nach der Eröffnung des GeschÄftsbetriebs einer Bausparkasse oder nach der Aufnahme eines neuen Tarifs kurze Zeit wesentlich günstigere Wartezeiten geboten werden können als auf lÄngere Sicht.

In numerischen Beispielen wird der Anlaufeffekt aufgezeigt für Bauspartarife auf Ratenbasis (Halbjahres-SparbeitrÄge 2,5; 4 und 5,5% der Bausparsumme) und mit (50%igem) Einmalsparbeitrag sowohl für gleichbleibendes als auch für halbjÄhrlich um 4 und 8% geometrisch steigendes NeugeschÄft. Die Tabellen geben die Bewegungen der Zuteilungsmasse und des Vertragsbestandes sowie die Wartezeiten im einzelnen wieder, bis sie die Werte des Beharrungszustandes praktisch erreicht haben. Grafische Darstellungen ermöglichen einen anschaulichen Vergleich und Einblick in den Wartezeitverlauf wÄhrend der Anlaufphase eines Bausparkollektivs. Für die Bausparpraxis werden abschlie\end Hinweise auf inhomogene Sparergruppen mit unterschiedlichen Sparleistungen und auf die Möglichkeit der Festlegung einer Mindestbewertungsziffer zur Vermeidung bauspartechnischer Fehlentwicklungen gegeben.

Summary

In calculating waiting periods for collective savings and bonus systems for housing purposes, a state of equilibrium is usually assumed either of a static type in the case of level or of a dynamic type in the case of increasing new business. (See the earlier papers by the same author in BlÄtter der DGVM, Vol. X, pp. 419–430, 1972; Vol. XI, pp. 31–76 and pp. 227–236, 1973 and pp.363 —370, 1974.) The present paper introduces in addition the so called running-in effect. The term refers to the phenomenon peculiar to collective systems that when they start up or introduce a new plan they can temporarily offer considerably more favourable waiting periods than in the longer term.

Numerical examples show the running-in effect for savings plans bases on periodic contributions (half-yearly contributions of 2.5%, 4% and 5.5% of the target sum) and on single contributions of 50% for level new business as well as new business increasing half-yearly at a rate of 4% or 8% compound. The tables show in detail the changes in the distributable funds and the contracts in force as well as the waiting periods until the state of equilibrium is reached for practical purposes. Graphs offer a clear understanding and comparison of changes in the waiting period during the running-in phase. Finally practical suggestions are made relating to heterogeneous groups of savers with disparate savings and to the establishment of a minimum evaluation standard to avoid undesirable developments in this field.

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Copyright information

© DAV/DGVFM 1974

Authors and Affiliations

  • Hans Laux
    • 1
  1. 1.Ludwigsburg

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