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Deutsche Zeitschrift für Chirurgie

, Volume 240, Issue 7, pp 533–553 | Cite as

Erfahrungen über die freund-kaminersche intracutane carcinomreaktion

  • H. Kotrnetz
  • H. Weber
Achtes, Neuntes, und Zehntes Heft.
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Zusammenfassung

Der hÄufig positive Ausfall der Carcinomreaktion bei wirklichen Carcinomkranken lÄ\t es als vollkommen berechtigt erscheinen, wenn wir dieFreund-Kaminersche Reaktion bei carcinomverdÄchtigen Patienten mit zu der Diagnosestellung heranziehen, um so mehr, als die Probe ja den schon eingangs erwÄhnten Vorteil der au\erordentlichen Einfachheit hat. Es ist aber vorlÄufignicht angÄngig, aus einempositiven Ausfall bei sonst absolut carcinomunverdÄchtigen Menschen eineCarcinomkrankheit annehmen zu wollen. Es gibt vielleicht auch andere Krankheiten und ZustÄnde, die einen positiven Ausfall der Reaktion hervorrufen. Ob die Reaktion uns über dieCarcinomdisposition einen Aufschlu\ gibt, werden wir nur so entscheiden können, da\ wir in systematischen Untersuchungen, die sich über Jahrzehnte erstrecken müssen, einwandfrei feststellen, ob die jetzt klinisch Carcinomfreien mit positiver Reaktion in spÄteren Jahren doch ein Carcinom bekommen und damit bereits jetzt dafür disponiert erscheinen.

Negatives Ergebnis der Reaktion dagegen erscheintbedeutungsvoller. Können wir dabei Kachexie des Patienten ausschlie\en, so glauben wir mit Rücksicht auf die erhobenen positiven Resultate bei 90% aller sicheren CarcinomfÄlle annehmen zu können, da\ keine carcinomatöse Erkrankung vorliegt.Ein solches Ergebnis kann somit zweifellosfür die Differential-diagnostik von groΒem Wert sein.

Wir werden die Reaktion bei Carcinomkranken und CarcinomverdÄchtigen weiterhin vornehmen und behalten uns vor, bei abweichenden Ergebnissen darüber zu berichten.

H. HofratFreund und Frau Dr.Kaminer sei an dieser Stelle für das Entgegenkommen und die freundliche überlassung der “CarcinomsÄure” der wÄrmste Dank ausgesprochen.

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References

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Copyright information

© Springer-Verlag 1933

Authors and Affiliations

  • H. Kotrnetz
    • 1
  • H. Weber
    • 1
  1. 1.II. chir. UniversitÄtsklinik WienGermany

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