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Bilanzierung als Schritt zur besseren Erfolgsermittlung im Forstbetrieb

  • K. Stephan
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Zusammenfassung

Das aufgezeigte Bilanzierungsmodell beschäftigt sich insbesondere mit der Bilanzierung des stehenden Holzes incl. der Bestandsverjüngung. Für die sonstigen Elemente des Forstbetriebs werden im übrigen die anerkannten Grundsätze der Bilanzierung angewendet. Der gewählte Bilanzierungsansatz bezieht sich auf den erwerbswirtschaftlichen Bereich. Soweit Aufwendungen ganz oder teilweise sonstigen Bereichen (z. B. Schutz- und Erholungsfunktionen) dienen, bleiben sich daraus ergebende Leistungserhöhungen hier unberücksichtigt.

Die Einzelbilanzen der Forstbetriebe werden aus einer Naturalbilanz und einer darauf aufbauenden monetären Bewertung gebildet. Für den Gesamtbetrieb Staatsforstverwaltung werden die Einzelbilanzen der Teilbetriebe (Forstämter) zusammengefaßt.

Für die Bilanzen werden nur gemessene Größen in Form der jeweiligen naturalen Inventurergebnisse gegenübergestellt und bewertet. Dazu gehören insbesondere baumartenweise Vorräte und Flä-chenanteile.

Ergänzende Interpretationen nicht ausreichend exakt meßbarer oder geschätzter Größen erfolgen in erläuternden “Sonderbetrachtungen”. Dazu gehört z. B. die Würdigung örtlich festgestellter Schälschäden oder von Risiken hoher Vorräte auf problematischen Standorten. Zum Zweck der monetären Bewertung wird einer inventurpunktbezogenen Berechnungsvariante der Vorzug gegeben.

Die Erfassung von bilanzierungsrelevanten Wertveränderungen in kürzeren Abständen innerhalb der Forsteinrichtungsperiode ist hinsichtlich meßbarer Größen nur in kaum nennenswertem Umfang möglich.

Die Gesamtdarstellung der aktuellen Waldstruktur nach Menge und Qualität und ihre Bewertung als “Anlagevermögen” ermöglicht in Verbindung mit den aufsummierten jährlichen Betriebsergebnissen der betrachteten Periode (i. d. R. ca. 10 Jahre) eine Bilanzierung der wesentlichen Komponenten des erwerbswirtschaftlichen Teils des Forstbetriebs.

Balancing as a step towards better success evaluation in forest enterprise

Summary

The balancing model presented here deals in particular with the inventory of standing wood volume including stand regeneration. The remaining elements of forest enterprise are subject to conventional balancing principles. The balancing approach relates to the commercial part of forest enterprise. Part or total costs for other purposes (e.g. nature conservation and recreation functions) leading to value increment will not be considered here.

The individual balances of forest enterprises comprise a natural balance and a related monetary evaluation. State Forestry Administration compiles the individual balances of its part enterprises, i.e. forest districts.

To compile the balance only measured quantities from relevant natural inventory results are compared and evaluated. This applies in particular to stocking tree species and area portions. Supplementary interpretations of inadequately measurable or estimable quantities are given in explanatory ”special observations”. This involves e.g. consideration of locally recorded damage caused by peeling or of risks due to large stocks on problematic sites. For the monetary evaluation preference is given to a calculation variant related to specific items in the inventory.

As regards measurable quantities the determination of balance-relevant value variations at shorter intervals within the forest valuation period is possible only to a very limited extent. The overall representation of the current forest structure according to quantity and quality and its evaluation as ”fixed assets”, in combination with the total annual revenue of the period under consideration (10 years as a rule) provides a balancing of the essential components of the commercial part of forest enterprise.

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Copyright information

© Blackwell Wissenschafts-Verlag 1997

Authors and Affiliations

  • K. Stephan
    • 1
  1. 1.Forstdirektion OberfrankenBayreuth

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