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Forstwissenschaftliches Centralblatt

, Volume 90, Issue 1, pp 142–153 | Cite as

Zur Frage der optimalen Wegedichte in Gebirgswaldungen

  • L. Sanktjohanser
Abhandlungen

Zuzammenfassung

Ausgehend von der Bedeutung, die die Zielwegedichte für den Investitionsmittelbedarf der Forstbetriebe hat, werden die heute für die Gebirgswaldungen herrschenden Ansichten über anzustrebende Wegedichte unter besonderer Berücksichtigung der Knickschlepperbringung erörtert. An Hand einer Modellrechnung werden die gegebenen Zusammenhänge für die bayerischen Gebirgswaldungen dargestellt, wobei neuere Untersuchungen über die Kostenstruktur der Knickschlepperbringung als Grundlage für die Modellrechnung herangezogen werden. Als wesentliches Ergebnis der Studie zeigt sich die wirtschaftliche Überlegenheit der Knickschlepperbringung über die übrigen Bringungsmethoden mit der Konsequenz niedrigerer Wegedichten. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, daß eine mäßige Überschreitung der rechnerischen optimalen Wegedichte in der Regel keine wesentliche Erhöhung der Gesamttransportkosten zur Folge hat. Um aber zu einer echten optimalen Gesamtlösung für den Einzelbetrieb zu kommen, genügen allgemeine Zielvorstellungen nicht, sondern es muß für jede einzelne Bringungseinheit die wirtschaftlich günstigste Lösung gesucht werden.

Summary

Under the aspects of the importance, which is inherent to the future density of road network in forests in terms of the demands for investments, in the following the now-a-days opinions concerning the optimal road density, which should be realized in the alpine mountain forests under the special regards of using modern logging tractors, is here discussed. By the means of a model calculation the present situation in the Bavarian alpine forests is demonstrated. A recent research on cost structure of logging methods with modern tractors supplied the data for the model calculation. As the essential result of the studies has to be mentioned that there is an economical superiority of logging with modern tractors to other methods—with the consequence of a lower density of the road network.

At the same time it shows, if only in a reasonable extent the mathematical optimum of the density of the road network is exceeded, the total transport costs are in the rule not raised essentially. In order to achieve an optimal solution for the economical forestry unit, general ideas how to do it are not sufficient. Rather for each logging unit the economically optimal solution has to be calculated separately.

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Copyright information

© Verlag Paul Parey 1971

Authors and Affiliations

  • L. Sanktjohanser

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