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Forstwissenschaftliches Centralblatt

, Volume 107, Issue 1, pp 145–151 | Cite as

Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Schädigungsgrad und Meereshöhe im Rahmen des Schwerpunktprogramms zur Erforschung der Wechselwirkungen von Klima und Waldschäden

  • U. Ammer
  • M. Burgis
  • B. Koch
  • K. Martin
Article

Zusammenfassung und Schlußfolgerungen

  • — Die Baumartenverteilung am Wank zeigt mit 74 % Fichte, 15 % Kiefer, 8 % Tanne und 3 % Laubholz ein starkes Überwiegen der Fichtenbestände; dies ist bei dem Referenzcharakter, der der Fichte bei Waldschadensuntersuchungen zukommt, nicht ungünstig.

  • — Das Waldschadensniveau ist mit 55 % mittelstark geschädigten Bäumen (Schadstufe 2) und 14 % stark geschädigten Bäumen (Schadstufe 3) hoch. Fast 1/5 aller Bäume gehören der stark geschädigten Kategorie an, über 2/3 sind deutlich in ihrer Vitalität geschwächt.

  • — Die geringfügig (5 %-Punkte) höheren Schadprozente für westexponierte Lagen bestätigen einen bereits früher beobachteten Trend.

  • — Der bereits 1983 beobachtete Zusammenhang einer höheren Schädigung zwischen 900 m und 1200 m bzw. 1600 m Seehöhe wurde für das Untersuchungsgebiet Wank für das Jahr 1986 nicht nur bestätigt, sondern die Unterschiede sind so deutlich, daß sie statistisch absicherbar sind. Dabei ergibt sich für die zwischen 1000 m und 1200 m festgestellten erhöhten Vitalitätsverluste eine statistische Absicherung auf dem höchsten Signifikanzniveau, aber auch der zweite Gipfel in der Höhenzone zwischen 1400 m und 1600 m ist statistisch ausreichend gesichert.

  • — Diese Befunde und die Tatsache, daß in den angesprochenen Höhenlagen häufig stabile Luftschichtungen (Inversionslagen) herrschen, legen die Vermutung nahe, daß die höhenabhängigen Vitalitätsunterschiede mit einer verstärkten Ozonbelastung zusammenhängen könnten.

Investigations on the correlation between forest damage level and altitude above sea level

Summary and Conclusions

Investigations were conducted within the framework of the research program focusing on interrelationships between climate and forest damages.
  • — Tree species distribution at Wank (74 % Norway spruce, 15 % pine, 8 % fir, and 3 % broadleaved species) shows that spruce stands predominate. This is no disadvantage when the reference character of spruce in view of the forest decline investigations is considered.

  • — The level of forest decline is high, with 55 % of the trees moderately (damage class 2) and 14 % severely affected (damage class 3). Almost one-fifth of all trees is severely damaged; more than two-thirds are showing distinctly weakened vitality.

  • — The slightly higher damage percentages (5 percentage points) for locations exposed to the west confirm an already earlier observed trend.

  • — Higher damages between 900 and 1200 m, and at approximately 1600 m above sea level, respectively, already observed in 1983, were not only just confirmed in 1986 for the Wank observation area; differences, on the contrary, are so distinct that they are statistically significant. Increased vitality losses found at altitudes between 1000 and 1200 m are highly significant (highest level); but also the second peak at an elevation between 1400 and 1600 m above sea level is statistically significant.

  • — These findings and the fact that stable air strata (inversion layers) are frequently found at these altitudes suggest that the altitude-dependent vitality differences might be connected with increased ozone-caused stress.

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Literatur

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Copyright information

© Verlag Parey 1988

Authors and Affiliations

  • U. Ammer
    • 1
  • M. Burgis
    • 1
  • B. Koch
    • 1
  • K. Martin
    • 1
  1. 1.Lehrstuhl für LandschaftstechnikMünchen 40

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