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Forstwissenschaftliches Centralblatt

, Volume 107, Issue 1, pp 46–59 | Cite as

Zur Eignung verschiedenartiger Pflanzensortimente für Kiefernkulturen

  • J. Huss
  • A. Scherer
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Zusammenfassung

In einer Serie von Versuchen auf Sand- und Schluffflächen in Niedersachsen und Bayern wurden an Pflanzen aus gewerblichen Baumschulen der Einfluß von Sortiment, Standort und Bodenbearbeitung auf die Anwuchsergebnisse und das Höhenwachstum getestet und folgende Ergebnisse erzielt:
  1. 1.

    Ältere und mehrfach verschulte Kiefern wachsen besser an als Sämlinge oder nur einmal verschulte Pflanzen. Vorteilhaft scheinen auch Containerpflanzen (Paperpot- und Nisula-Rollenpflanzen) abzuschneiden. Die Pflanzenqualität und damit die Anwuchsergebnisse variieren von Jahr zu Jahr erheblich. Mehrjährige Kiefern bringen nicht nur eine größere Ausgangshöhe bei Kulturbeginn mit, sie leisten in der Folge auch stärkere Höhenzuwächse und überwinden damit die gefährdete Jungwuchsphase rascher.

     
  2. 2.

    Auf Sandböden bewirkte eine Freilegung des Mineralbodens durch Streifenpflügen eine wesentliche Verbesserung der Anwuchsergebnisse. Auf für die Kiefernwirtschaft weniger relevanten Schluffböden konnte dagegen durch Barfrostschäden dieser Vorteil zunichte gemacht werden.

     
  3. 3.

    Es zeigte sich sehr deutlich, daß eine Vielzahl von Einflußfaktoren auf die Verjüngungen einwirkt und zu oftmals stark abweichenden und zum teil widersprüchlichen Ergebnissen führt. Die Ableitung von Schlußfolgerungen nur aus einzelnen Kulturversuchen erweist sich deshalb als sehr problematisch.

     

The suitability of various nursery stock grades for pine plantations

Summary

In a series of trials on sand and silt soils in Lower Saxony and Bavaria, plants from commercial forest tree nurseries were used to find out about the influence of nursery stock grade, site, and site preparation on field survival and height growth. The results were as follows:
  1. 1.

    Older and repeatedly transplanted pines survive better than seedlings, or such that were transplanted only once. Container plants (paper pot and Nisula-roll plants) seem to have advantages, too. Plant quality and thus field survival vary considerably from year to year. Pines which are several years old not only start out taller; they also have better height growth and therefore will fare better during the dangerous early years of a plantation.

     
  2. 2.

    On sandy soils, exposing the mineral soil by strip plowing brought about considerable improvement of survival. On silt soils, which are less relevant for pine management, this advantage sometimes was eliminated because of damage caused by frost heaving.

     
  3. 3.

    It became very evident that a multitude of factors influence regeneration success and often lead to highly variable and in part contradictory results. Deriving final conclusions from single planting trials is therefore very problematic.

     

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Copyright information

© Verlag Parey 1988

Authors and Affiliations

  • J. Huss
    • 1
  • A. Scherer
    • 2
  1. 1.Waldbau-InstitutFreiburg i. Br.
  2. 2.Lehrstuhl für Waldbau und ForsteinrichtungMünchen 40

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