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Forstwissenschaftliches Centralblatt

, Volume 102, Issue 1, pp 1–17 | Cite as

Durchforstungen in Kiefernjungbeständen

Article

Zusammenfassung

Die jüngeren Kiefernnachfolgebestände sind offenkundig leistungskräftiger als die derzeit geernteten und dürften sich deshalb in größerem Umfang für die Starkholzproduktion eignen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind allerdings sehr frühzeitig einsetzende und stark gestaffelte Pflegemaßnahmen notwendig, die den Zuwachs beizeiten auf die qualitativ brauchbaren Vorwüchse konzentrieren.

In drei Kiefernjungbeständen (16-, 23- und 27jährig in Bayern und Niedersachsen) wurden verschiedenartige Läuterungen und Durchforstungen mit schwachen bis extrem starken Eingriffen erprobt. Der Grundflächenzuwachs war 5 bzw. 7 Jahre nach Versuchsbeginn in allen Parzellen nahezu gleich. Auch bei sehr starken Durchforstungen brauchen Volumenzuwachsverluste in Beständen dieses Alters offenbar nicht befürchtet zu werden, vielmehr kann mit erheblichen Durchmessermehrzuwächsen gerechnet werden. Nach Modellkalkulationen wirkt sich eine Qualitätsminderung des Mittelstammstückes als Folge verlangsamter Astreinigung auf den Holzwert nicht nachteilig aus. Vielmehr wird der durchschnittliche Festmeterpreis durch die erhbliche Wertsteigerung, die das Erdstammstück durch den verstärkten Durchmesserzuwachs erfährt, angehoben.

Schäden durch Schnee traten in den Versuchen zwar auf, betrafen durchweg jedoch nur unter- und zwischenständige Bäume.

Die Überlebensrate von beigemischten Fichten wurde durch die frühzeitigen Eingriffe in den Kiefernjungbeständen wesentlich verbessert. Angesichts der Bedeutung, die Mischungen von Fichte zur Kiefer oder Kiefer zur Fichte haben, ist dies ein wichtiger Gesichtspunkt, der ebenfalls stark gestaffelte Durchforstungen für die Kiefer empfehlenswert erscheinen läßt.

Thinnings in young pine plantations

Summary

The now existing young pine plantations will be more productive than those being harvested today. They therefore will be suitable for the production of big size timber. To reach this goal, however, early and heavy thinnings followed by decreasing intensity seem to be necessary. They should concentrate the diameter increment on selected dominant trees at the right moment.

Different types of thinning ranging from light to extremely heavy cutting have been tried in 3 pine plantations, 16, 23 and 27 yrs. old, in Bavaria and Lower Saxony. Basal area increment 5 or 7 yrs. after treatment was almost similar in all plots. Thus even very heavy thinnings did not reduce volume increment as might be apprehended. Moreover, remarkable gains in d. b. h. increment may be expected.

According to model calculations, a reduction of the quality of the central part of the bole due to a less efficient natural pruning does not adversely effect the mean timber value of the whole tree. However the mean price per m3 will rise because of the increase in diameter of the basal log.

Damages by snow did occur, but mainly suppressed and intermediate trees were affected. Survival rate of spruces in the understorey has been remarkably improved by early thinnings of the pines, which compose generally the top canopy. Considering the importance of mixed stands of pines and spruces in Germany, this thinning regime with decreasing intensity can be recommended even because of this effect.

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Copyright information

© Verlag Paul Parey 1983

Authors and Affiliations

  • J. Huss
    • 1
  1. 1.Lehrstuhl für Waldbau und ForsteinrichtungMünchen 40

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