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European Journal of Forest Research

, Volume 109, Issue 1, pp 242–248 | Cite as

Jugendwachstum und Holzqualität bei der Buche

  • D. Mlinsek
  • A. Bakker
Article

Zusammenfassung

Die Waldpflege gewinnt durch immer stärkere Belastung des Waldes an Bedeutung. Sie muß in der Zukunft die Waldwirtschaft in ihrer Ganzheit prägen. Das verlangt nach einer Weiterentwicklung der Waldpflegetheorie und-praxis. Deshalb wurde ein Versuch unternommen, die erwachsenen Buchen in einem Waldpflegebetrieb nach ihrem jugendlichen Wachstum zu befragen. Dabei kam eine Methode zur Anwendung, bei der der untere Stammabschnitt von vier Metern geschält und das Innere des Buchenstammes bis zur Heisterdicke analysiert wurde. Insgesamt standen 50 einwandfreie 140–150 Jahre alte Buchen von zwei verschiedenen Standorten zur Verfügung.

Die “Befragung” lieferte folgende Ergebnisse: Die Bäume mit gleichmäßigem Dickenwachstum ergeben den höchsten Anteil an fehlerfreiem Holz. Nur 10% der Bäume zeigen ein schnelles Dickenwachstum in der Jugend. Bäume mit kürzer oder länger dauerndem engringigem Wachstum in der Jugend, das später plötzlich weitringiger wird, haben zwar eine schöne Schaftform, jedoch weniger fehlerfreies Holz als Bäume mit mäßigem Dickenwachstum. Die Befragung ergibt weiterhin, daß in der Pflege des Buchenjungwaldes bei der negativen Auslese nur die ausgesprochen vorwüchsigen Bäume zu entfernen sind. Außerdem soll die Auflichtung des überschirmten Buchenjungwaldes langsam, schrittweise und nicht sprunghaft erfolgen, um die Entwicklung von fehlerhaftem Holz trotz schöner Buchenstammformen zu vermeiden. Durch langsames Auflichten entsteht eine Umwelt, welche die lebenskräftigen Buchenheister zähmt und qualitativ gut entwickelt. Bäume formen sich unseren Wünschen gemäß, wenn ihnen entsprechend geholfen wird. Um die Waldpflege zu verfeinern, sollen örtlich auf ähnliche Art erwachsene Waldbestände befragt werden; örtlich deshalb, weil die verschiedenen standortgebundenen Populationen einer Baumart verschiedenes Reaktionsvermögen besitzen.

Early growth and wood quality of beech

Summary

Forest tending, becoming more important as stress on forests is steadily increasing, must leave its marks on all phases of forest management. This requires further development of future forest tending both in theory and in practice. In view of this, it was therefore attempted to take a look at the early growth of mature beeches in tended stands. 4-m-long butt logs of 50 perfect 140- to 150-year-old trees from two different sites were peeled down to sapling diameter, and the interior was analyzed.

It was found that trees with even and moderate diameter growth yielded the highest proportion of sound woods. Only 10 percent of the trees show fast diameter growth at an early age. Trees with shorter or longer periods of early slow and sudden faster diameter growth later on have a good bole form but less sound wood than those having grown at a moderate pace. The investigation shows furthermore that in tending a young beech forest using negative selection only distinct wolf trees have to be taken out. Removing the overstory from natural beech regeneration should be done slowly, gradually, not hastily in order to avoid the growing of defective wood in spite of good bole forms. Slow release creates an environment that tames the vigorous beech saplings and leads to a favorable development. Trees will develop according to our wishes if they are helped accordingly. In order to perfect forest tending, forest stands locally grown under similar conditions should be investigated; locally, because different site-specific populations of a tree species react differently.

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Literatur

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Copyright information

© Verlag Parey 1990

Authors and Affiliations

  • D. Mlinsek
    • 1
  • A. Bakker
    • 2
  1. 1.Biotechnische FakultätLjubljana
  2. 2.Landwirtschaftliche Universität WageningenNL-Wageningen

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