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Mikrochemie

, Volume 16, Issue 1, pp 211–222 | Cite as

Mikroanalytische Studien über Künstliche Süssstoffe

I. Saccharin
  • Vl. Staněk
  • P. Pavlas
Originalabhandlungen
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Zusammenfassung

1. Eine von uns früher beschriebene Methode zur Erkennung von Saccharin in Getränken, die auf der Diffusion des Saccharins aus der zu untersuchenden Flüssigkeit durch eine Ätherschichte in mit Magnesia imprägniertem Papier beruht, wurde derart abgeändert, daß die Geschwindigkeit der Diffusion des Saccharins durch Rühren der wässerigen und ätherischen Schichte vielfach erhöht wurde. Hierdurch wurde eine größere Expeditivität der Methode erreicht, die es nunmehr ermöglicht, durch Geschmacksprüfung Saccharin in Konzentrationen von 0,00025 bis 0,001% in 1 bis 3 Stunden zu erkennen.

2. DieFahlberg’sche Methode zur quantitativen Saccharinbestimmung durch Hydrolyse und Bestimmung des abgespaltenen Ammoniaks wurde mit unserer Diffusionsmethode kombiniert und dadurch eine neue quantitative mikrochemische Saccharinbestimmung gewonnen. Die Methode wurde bei der Bestimmung des Saccharingehaltes von Bieren erprobt.

3. Der qualitative Saccharinnachweis vonSchmidt, welcher auf der Bildung von Alkalisalicylat durch Schmelzen von Saccharin mit Kali beruht, wurde mit unserem Diffusionsverfahren kombiniert. Auf diese Weise läßt sich z. B. in Bieren der Nachweis von Saccharin noch bei einer Konzentration von 0,0003% durchführen.

4. Es wurde eine empfindliche qualitative Reaktion auf Salicylsäure beschrieben, welche auf der Fällung von Bromphenol durch Bromdämpfe begründet ist.

5. Es wurde festgestellt, daß eine Beeinträchtigung des Saccharinnachweises durch gleichzeitig anwesende Salicyl- und Acetylsalicylsäure behebbar ist, da die genannten Verbindungen durch Erhitzen mit Magnesiumpermanganat mit Sicherheit eliminiert werden können.

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References

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Copyright information

© Emil Haim & Co. 1935

Authors and Affiliations

  • Vl. Staněk
    • 1
  • P. Pavlas
    • 1
  1. 1.Aus dem Forschungsinstitut der tschechoslowakischen ZuckerindustriePrag

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