Advertisement

Holz als Roh- und Werkstoff

, Volume 3, Issue 2, pp 45–49 | Cite as

Die Bedeutung der Fasergestalt für die Zellstoffeigenschaften

I. Mitteilung. Das Aufnahmevermögen der Zellstoffblätter für Flüssigkeiten
  • W. Mühlsteph
Article

Zusammenfassung

Ausgehend von dem Verhalten der Natronzellstoffe verschiedener Hölzer, beim Absaugen auf der Nutsche verschieden feste Blätter zu geben, wurde in einer früheren Abhandlung eine Gruppierung der Zellstoffe nach vier Typen (I. Schirmbaum, II. Nadelhölzer, III. Aspe, IV. Buche) vorgenommen, als deren Ursache die Fasergestalt angesehen wurde. Durch die vorliegenden Versuche wird auf Grund der Flüssigkeitsaufnahme der auf der Nutsche und auf dem „Rapid-Köthen“ gebildeten Blätter zahlenmäßig die Tatsache der verschieden dichten Lagerung der Fasern infolge ihrer Band- und Röhrenform belegt. Die Zellstoffgruppen unterscheiden sich im aufgenommenen Flüssigkeitsvolumen wesentlich. Der Vergleich der Flüssigkeitsaufnahrne durch Nutschen- und Rapid-Blatt — der Quotient gibt ein Maß für die Plastizität — eines Zellstoffs führt zur Erkennung einer besonderen natürlichen Plastizität der Nadelholz- und Aspenzellstoffaser gerade der beiden in der Papierindustrie am häufigsten gebrauchten Holzarten. Die Plastizität kommt im Gegensatz zum Schirmbaurntyp erst durch Druck zur Wirkung, was für die praktische Verwendung bedeutsam ist. Dies zeigt, daß die Vorzugstellung der Nadelholzzellstoffe nicht nur auf ihrer Faserlänge, sondern vor allem auf ihrer Form und Plastizität beruht.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Schrifttum

  1. 1.
    W. Mühlsteph, Papierfabrikant Bd. 36 (1938) S. 341.Google Scholar
  2. 1.
    A. Noll, Papierfabrikant Bd. 29 (1931) S. 114, Bd. 34 (1936) S. 25.Google Scholar
  3. 2.
    P. Klemm, Wbl. Papierfabrik. Bd. 66 (1935) S. 975.Google Scholar
  4. 3.
    S. W. Reese und M. A. Youtz, Auszug in Papierfabrikant Bd. 34 (1936) S. 59, Auszüge aus der Literatur.Google Scholar
  5. 4.
    Die botanischen Namen sind aus der Arbeit von B. Huber und G. Prütz in Holz als Roh- u. Werkstoff Bd. 1 (1938) S. 377 zu entnehmen.Google Scholar
  6. 1.
    Es wurden die Zahlen für alkoholhaltiges Wasser eingesetzt.Google Scholar
  7. 2.
    Siehe Anmerkung 1 auf S. 45.Google Scholar

Copyright information

© Verlag Von Julius Springer 1940

Authors and Affiliations

  • W. Mühlsteph

There are no affiliations available

Personalised recommendations