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Zur Theorie der Passivitätserscheinungen V

Über den Einfluß von Deckschichten auf das Potential eines Metalles
  • Wolf Johannes Müller
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Zusammenfassung

Es wurde auf Grund der bei der Untersuchung der Kinetik der Passivierungserscheinungen festgestellte Tatsache der Einfluß erörtert, den eine Deckschicht auf das Potential eines unedleren, also ein Eigenpotential zeigenden Metalles besitzt.

Auf Grund der von Haber festgestellten Tatsache, daß ein in eine Lösung getauchter Nichtleiter das Potential der Lösung zeigt, muß bei einem bedeckten Metall eine Potentialdifferenz Deckschicht-Metall auftreten, welche einen Lokalstrom im kurz geschlossenen Element Metall-Elektrolyt-Deckschicht bewirkt. Die Größe dieses Lokalstromes ergibt sich aus dem Ohmschen Gesetz zui=e/w 1+w 2, woe dieEMK des Elements Metall-Elektrolyt-Deckschicht bedeutet,u 1 den Widerstand in den Porenw 2 den Widerstand der Deckschicht bedeutet. Lokalstrom mal Widerstand in den Poren ist ein scheinbares Potential, welches vom Potential des Metalles abgezogen werden muß, um das elektrometrisch bestimmte Potential zu erhalten und welches wir als Korrektionskoeffizienten bezeichnen. Die Größe des Korrektionskoeffizienten ergibt sich zuA=Fx′/Fx′+(FoF)x, woF die bedeckte Fläche,F 0F die Fläche der Poren bedeutet,x′ die spezifische Leitfähigkeit der Deckschicht undx′ die Leitfähigkeit des Elektrolyten in den Poren bedeutet.

Zur Diskussion wurde die Größe des Korrektionskoeffizienten für verschiedene Grade der Bedeckung und verschiedene Leitfähigkeit der Deckschicht und Elektrolyten berechnet. Ein Vergleich mit den in der Arbeit von W. J. Müller und Konopicky angegebenen Potentialwerten bedeckter Aluminiumelektroden unter verschiedenen Umständen ergaben plausible, mit anderen Untersuchungen in Übereinstimmung stehende Werte für den Bedeckungsgrad.

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References

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Copyright information

© Akademische Verlagsgesellschaft m. b. H. 1929

Authors and Affiliations

  • Wolf Johannes Müller

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