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Holz als Roh- und Werkstoff

, Volume 12, Issue 10, pp 378–381 | Cite as

Die automatische Herstellung mehrschichtiger Spanplatten nach dem Novopanverfahren in den USA

  • F. Kollmann
Article

Zusammenfassung

Das in Europa unter dem Namen “Novopan”-Verfahren bekannte, auf das Fahrni-Institut AG., Zürich, zurückgehende Verfahren zur Herstellung mehrschichtiger Holzspanplatten wurde an die US. Plywood Corporation (USA) vergeben, wo es die Bezeichnung “Novoply” trägt. Das Holzspanplattenwerk in Shasta, Kalifornien, ist das dritte von der US. Plywood Corporation errichtete novopanwerk. Es soll die Holzabfälle des großen Sperrholz- und Sägewerks der Gesellschaft zu Spanplatten verarbeiten. An die Eigenschaften der Platten werden höchste Anforderungen gestellt. Sie müssen mit sehr engen Dickentoleranzen hergestellt werden. Das Format der Platten ist 122×488 cm2, die Dicke beträgt 19 mm. In der Fertigung war man bestrebt, mit möglichst wenig Bedienungsmann-schaften auszukommen. An die Zuverlässigkeit der weitgehend automatisch arbeitenden Maschinen mußten also sehr hohe Anforderungen gestellt werden. Die gesamte Formerei sowie die Kalt- und Warmverpressung arbeiten mit nur zwei Arbeitern. Für den gesamten Fertigungs-ablauf wurden folgende Grundsätze streng beachtet: 1. Vollautomatische elektrische Steuerung aller Teil-operationen. 2. Völlige Gleichzeitigkeit gleichartiger Operationen. 3. Jede Teiloperation wird erst eingeleitet, wenn eine gewisse Anzahl von Bedingungen erfüllt ist. Die Erfüllung aller Bedingungen wird durch Schaltorgane gemeldet. Die Vielzahl der zu überwachenden Teiloperationen bedingt ein sehr kompliziertes elektrisches System, das von einem Kommandopult aus bedient wird. Das Einregulieren aller Maschinen der Anlage hat etwa 9 Wochen in Anspruch genommen. Seitdem arbeitet die Anlage un-unterbrochen im Dreischichtenbetrieb zur vollsten Zufriedenheit, und die Produktionssteigerung beträgt rd. 29%, d. h. die Tagesproduktion ist auf 87 t angewachsen. Der Materialfluß der Produktion ist fast durchweg kontinuierlich. Lediglich der Preßvorgang erfolgt periodisch. Hierbei wurde auf vollkontinuierlichen Ablauf verzichtet, um die Herstellung der bei den Novopanplatten bekannten glatten Deckschichten zu ermöglichen.

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Schrifttum

  1. 1.
    Kollmann, I.: Herstellung halbschwerer Holzspanplatten im Trockenverfahren. Holz als Roh- und Werkstoff Bd. 10 (1952), S. 121—Ders. Kollmann, I.: Stand der Technik bei der Herstellung von Holzspanplatten. Holz als Roh- und Werkstoff Bd. 12 (1954), H. 4, S. 117.CrossRefGoogle Scholar
  2. 2.
    Kollmann, F.: Herstellung und Eigenschaften von Holzspanplatten der Norddeutschen Homogenholz. G.m.b.H., Triangel. Holz als Rob- und Werkstoff Bd. 10 (1952), S. 465.Google Scholar
  3. 3.
    Dosondil, A.: Prüfverfahren für Holzfaser- und Holzspanplatten. Holz als Roh- und Werkstoff Bd. 12 (1954), H. 2, S. 55.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag 1954

Authors and Affiliations

  • F. Kollmann
    • 1
  1. 1.München

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