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Holz als Roh- und Werkstoff

, Volume 24, Issue 12, pp 593–597 | Cite as

Standzeitverlängerung bei Holzbearbeitungswerkzeugen durch Hartverchromung

  • Eginhard Barz
Article

Zusammenfassung

Nach dem Stand der Technik kommen von den vielen Oberflächenbehandlungsverfahren unter Berücksichtigung fertigungstechnischer Gesichtspunkte für Holzbearbeitungswerkzeuge nur wenige in Frage, mit denen nennenswerte Standzeitverlängerungen erreicht werden können. Die unter optimalen Bedingungen vorgenommene Hartverchromung zeigte bei der Zerspanung von trockenen, auf die Werkzeugschneide stark verschleißend wirkenden Holzwerkstoffen die besten Ergebnisse.

Bei sorgfältiger Vorbehandlung eignen sich unlegierte und leichtlegierte Werkzeugstähle sowie Schnellstähle für die Hartverchromung, deren Qualität im wesentlichen von den Verchromungsbedingungen abhängt.

Die starke Verschleißminderung durch optimale Hartverchromung ist vermutlich auf eine Herabsetzung der Reibung und die Passivierung der Schneidenoberfläche gegen chemische, bzw. elektrochemische Angriffe zurückzuführen.

Mehrfach wurde bewiesen, daß für den Verschleißfortschritt nicht allein die Härte der Schneide maßgebend ist.

Die Hartverchromung ist besonders für solche Holzbearbeitungswerkzeuge zu empfehlen, die nur an der Spanfläche oder nur an der Freifläche geschärft werden oder aber bei denen eine Bestückung mit Hartmetallschneiden aus betrieblichen Gesichtspunkten nicht in Frage kommt. Auch bei Sägeblättern ließe sich der Vorteil der Hartverchromung durch Änderung des Schärfverfahrens voll ausnutzen.

Erfolgt das Schärfen hartverchromter Schneiden nur an der Spanfläche, so läßt sich ein Selbstschärfeffekt und somit eine weitere Standzeitverlängerung erreichen. Bei auftretendem Selbstschärfeffekt gelten daher nicht der Schneidenversatz bzw. das Verschleißvolumen als Kriterium für das Nachschärfen, sondern diejenige Tiefe des Kolkes, bei der für die vorstehende Hartchromschicht Bruchgefahr besteht.

Prolongated service life of woodworking tools by hard-chromium plating

Summary

Under consideration of manufacturing points of view, there are only few among the numerous methods of surface treatment suited for woodworking tools with which appreciable prolongations of service life can be achieved. When chipping dry wood-base materials having a strongly abrasive effect on the tool knife, hard-chromium plating applied under optimum conditions showed the best results.

After careful preliminary treatment, unalloyed and light-alloy tool steel as well as high-speed steel are suited for hardchromium plating, the quality of which largely depends on the plating conditions.

The comprehensive decrease in wear due to hard-chromium plating must presumably be ascribed to a reduction of friction and to the passivation of the knife surface aginst chemical and/or electrochemical attacks.

Several times it was proved that not solely the hardness of the knife is decisive for the progress in wear.

Hard-chromium plating is to be recommended particularly for such woodworking tools sharpened only at the face or only at the back or, on the other hand, for wood-working tools for which the tipping with carbide cutters is not eligible due to aspects of operation. With sawblades, too, the advantage of hard-chromium plating could be fully utilized by alterating the sharpening method.

If the hardchromium-plated knives are sharpened at the front face only, a self-sharpening effect and thus another prolongation of the service life can be achieved. With occurring self-sharpening effect, therefore, not the recess of the edge and/or the volume of wear are considered as criteria for resharpening, but that depth of the crater where there is danger of rupture for the prominent hard-chromium layer.

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Schrifttum

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Copyright information

© Springer-Verlag 1966

Authors and Affiliations

  • Eginhard Barz
    • 1
  1. 1.Institut für WerkzeugforschungRemscheid

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