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Holz als Roh- und Werkstoff

, Volume 16, Issue 1, pp 22–27 | Cite as

Versuche zur Imprägnierung von Kiefernkernholz mit Teeröl

  • Kurt Göhre
Article

Zusammenfassung

Es wird über eine Reihe von Tränkversuchen von Kiefernkernholz mit Teeröl im Kesseldruckverfahren berichtet. Kiefernkernholz läßt sich wie Splintholz hinreichend imprägnieren, wenn es bei einer Feuchte von 12% und weniger erwärmt wird, so daß im Holz Endtemperaturen von mehr als 100°C entstehen. Die Erwärmung mußte bei Holzproben mit größeren querschnitten auf 110°C Endtemperatur beschränkt werden, um Rißbildung zu vermeiden und konnte bei kleineren Proben mit gutem Erfolg bis zu 140°C gesteigert werden. Temperaturen über 160°C ergaben weniger günstige Teerölaufnahmen. Die Erwärmung erfolgte im hochfrequenten Wechselfeld und durch Kontaktübertragung. Bei Kontakterwärmung erhöhte sich die Zeit der Vorbehandlung. Die Öltemperatur von 110 bis 120°C war ausreichend. In allen Fällen war das Spätholz mit Teeröl imprägniert, in das Frühholz konnte in den meisten Fällen Teerol in ausreichenden Mengen eingebracht werden.

Auch Kiefernkernholz, das vonTrancles pini befallen war, konnte im Rüping verfahren bei einer verlängerten Druckzeit von 2 Stunden mit Teeröl getränkt werden.

An den Untersuchungen waren die wiss. Assistenten P. Schulze, G. Lchmann und J. Öhlmann beteiligt.

Attempts on the impregnation of pine heartwood with taroil

Summary

A series of tests dealing with the impregnation of pine with laroil by the pressure process is described. Sap- and heartwood of pine can sufficiently be impregnated if it is heated at a moisture content of 12% or less, so that the final temperatures in the wood rise above 100°C. The end temperatures of wood specimens with large cross sections had to be restricted to 110°C in order to prevent the forming of cracks. Heating smaller specimens up to 140°C yielded good results. The taroil absorption was less satisjactory if the temperatures were raised above 160°C. The wood was heated either with the high frequency alternating field or by contact heat transfer In the case of contact heat transfer the preliminary treatment had to be prolonged. Oil temperatures of 110° to 120°C were sufficient. In all cases the summerwood was impregnated with taroil and in most cases sufficient quantities of taroil could be brought into the sprinwood. It was also possible to impregnate pine heartwood attacked by Trametes pini by using the Rüping method with a prolonged pressure time of 2 h.

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Schrifttum

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Copyright information

© Springer-Verlag 1958

Authors and Affiliations

  • Kurt Göhre
    • 1
  1. 1.Institut für physikalische Holztechnologie EberswaldeEberswaldeDeutschland

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