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Holz als Roh- und Werkstoff

, Volume 2, Issue 12, pp 413–416 | Cite as

Ergänzende Angaben zum Holzhärte-Prüfverfahren nach Krippel

  • N. Pallay
Article

Zusammenfassung

Es wurde ein Überblick über die Kugelprobe nach Krippel und über die Ergebnisse der bisher durchgeführten Versuche gegeben. Ferner wurden die Nebenbeanspruchungen, die bei den Kugelproben auftreten, und im Zusammenhang damit das Hoeffgen-Verfahren erörtert. Letzteres wird abgelehnt, da die Anwendung des flachen rechteckigen Stempels nicht zur Feststellung der absoluten Härteziffer, sondern nur zu einem Näherungswert für die Druckfestigkeit führen kann.

Die Kugelprobe nach Krippel geht folgendermaßen vor sich: Eine Kugelkalotte aus Stahl, deren Mantelfläche genau 2 cm2 ist, wird mit gleichmäßig steigendem Druck bis zu einer Tiefe von 2 mm in das Holz gedrückt. Auf Grund von Versuchen an vier Holzarten wird bewiesen. daß zwischen der Hirnhärte und dem Raumgewicht, ferner zwischen der Seitenhärte und dem Raumgewicht eine enger Zusammenhang besteht.

Die Größe der Härteziffern bringt die Eigenschafts-unterschiede, die für die anatomischen Hauptrichtungen bezeichnend sind, gut zum Ausdruck. Zwischen Hirn- und Seitenhärte besteht dasselbe Verhältnis wie zwischen der Druckfestigkeit parallel und senkrecht zur Faser; es ist daher möglich, aus der Holzhärte auf die Druckfestigkeit zu schließen. Weiter werden die Ergebnisse der Versuche von Huber denen des Krippel-Verfahrens gegenübergestellt und der Schluß gezogen, daß beide Verfahren, abgesehen von der Berechnung der Härteziffern, im wesentlichen gleich sind, daß die Größthärte nach Huber annähernd bei derselben Eindringtiefe erreicht wird, die der Verf. bei dem Krippel-Verfahren verwendete. Abschließend wird unter Hinweis auf die praktische Wichtigkeit der Härteprüfung beantragt, sie von neuem in die genormten Prüfvorschriften aufzunehmen.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1939

Authors and Affiliations

  • N. Pallay
    • 1
  1. 1.Sopron(Ungarn)

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