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Schwartz, Johannes: „Weibliche Angelegenheiten“. Handlungsräume von KZ-Aufseherinnen in Ravensbrück und Neubrandenburg, 448 S., Hamburger Edition, Hamburg 2018.

  • Juliane BrauerEmail author
Rezension 20. Jahrhundert
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Mehr als 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges ist dank einiger konkreter sozialhistorischer Studien ungefähr bekannt, wer genau in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern seinen Dienst tat (Riedle, Andrea: Angehörige des Kommandanturstabes Sachsenhausen, 2011). Den wenigen, aber dafür umso ausführlicheren Studien gelang es bisher, Lebenswege nachzuvollziehen und zu zeigen, aus welchen Milieus die SS-Wachen kamen und was demzufolge deren mentale Disposition gewesen sein könnte. Auch die Frage nach Handlungsräumen wurde insbesondere am Beispiel der weiblichen Aufseherinnen des Konzentrations- und Vernichtungslagers Lublin-Majdanek diskutiert (Mailänder-Koslov, Elissa: Gewalt im Dienstalltag, 2009). Mit dem vorliegenden Buch des Historikers Johannes Schwartz, „‚Weibliche Angelegenheiten‘. Handlungsräume von KZ-Aufseherinnen in Ravensbrück und Neubrandenburg“, steht eine weitere umfangreiche, empirisch und analytisch beeindruckende Studie über Handlungsdispositionen und...

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© Gesellschaft zur wissenschaftlichen Förderung politischer Literatur e.V. and the Author(s) 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland

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