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Neue Politische Literatur

, Volume 64, Issue 1, pp 227–229 | Cite as

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  • Sebastian HuhnholzEmail author
Rezension Politikwissenschaft
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Hildenhagen, Jan: Demokratie als Gefahr für die Republik. Andrew Jackson und warum die USA Tyrannen (nicht) fürchten sollten, 266 S., transcript, Bielefeld 2017.

Die seit Staatswerdung der USA periodisch dort reanimierte Wahlverwandtschaft zwischen politischer Rhetorik und Antikenreferenz ist Gegenstand zahlreicher Abhandlungen gewesen, darunter Hannah Arendts „On Revolution“ und John Pococks „Machiavellian Moment“. Dabei dominieren Topoi wie die Furcht vor einer durch Dekadenz korrumpierten Republik, die in Julius Cäsar kulminierende Hybris tugendvergessener Allmacht, die Systemtransformation in einen imperialistisch-monokratischen Reichsstaat oder – heute seltener – Glanz und Glorie römischer Weltherrschaft. Der hier angezeigte Titel nimmt diese übergroße Tradition mutig auf, fokussiert sie auf Tugendprobleme republikanischer Herrschaft und bestätigt sie exemplarisch an ausgesuchten Debatten über das politische Wirken Andrew Jacksons (1767–1845).

Das zweite der (nicht nummerierten)...

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© Gesellschaft zur wissenschaftlichen Förderung politischer Literatur e.V. and the Author(s) 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.HannoverDeutschland

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