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Geriatrie-Report

, Volume 14, Issue 4, pp 50–50 | Cite as

Polypharmazie bei Senioren: Hypnotika sind meist überflüssig

  • Dagmar Jäger-Becker
Industrieforum
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Über die Hälfte der älteren Menschen ist mit ihrem Schlaf unzufrieden. Oft zu unrecht, betonte PD Dr. Helmut Frohnhofen, Schlaf- und Altersmediziner am Alfred Krupp Krankenhaus, Essen. Zwar nimmt die Schlafeffizienz im Alter leicht ab, Schlafmenge und -bedarf bleiben jedoch weitgehend konstant.

Altersbedingte Veränderungen des Schlafs, etwa ein verschobener Schlafrhythmus durch ausgedehnte Mittagsschläfchen oder frühes Zubettgehen, sollten von behandlungsbedürftigen Schlafstörungen abgegrenzt werden. Ist die Tagesbefindlichkeit gestört, können zunächst Tipps zur Schlafhygiene, Verhaltenstechniken oder gut verträgliche Phytopharmaka eingesetzt werden. Denn mit zunehmendem Lebensalter nimmt auch die physiologisch und pathophysiologisch bedingte Störanfälligkeit durch Pharmaka zu. Polypharmazie bei multimorbiden geriatrischen Patienten ist ein eigenständiger Risikofaktor für Sturz, Fraktur, Delir und höhere Mortalität, betonte Frohnhofen.

© s-cphoto / Getty Images / iStock

Hypnotika als letzte Option

Führen die nebenwirkungsfreien Basismaßnahmen nicht zur Verbesserung, kommen als letzte Option für kurze Zeit oder intermittierend Hypnotika wie Benzodiazepine oder Z-Substanzen in Betracht. Dabei sollten Risiken wie eine Erhöhung des Demenzrisikos, Abhängigkeit oder Toleranzentwicklung bedacht werden.

Eine gut verträgliche Alternative zur Verbesserung von Schlafschwierigkeiten ist, den bei Stress erhöhten Kortisolspiegel zu senken, erklärte Frohnhofen. Dies gelingt mit dem Anti-Stressmittel Neurexan®, das in einer placebokontrollierten Doppelblindstudie Stressreaktionen wie die Aktivierung des autonomen Nervensystems oder beschleunigten Herzschlag sowie die Spiegel von Speichel- und Plasmakortisol reduzieren konnte. Wie Frohnhofen betonte, kann mit der Einnahme von sechs Tabletten des natürlichen Arzneimittels am frühen Abend die subjektiv empfundene Schlafqualität verbessert werden.

Literatur

  1. „Die Bedeutung der Polypharmakotherapie im Alter“, Kongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), Frankfurt, 6. September 2019, Veranstalter: HeelGoogle Scholar

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Authors and Affiliations

  • Dagmar Jäger-Becker
    • 1
  1. 1.

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