Advertisement

Editorial

  • Markus Peck-RadosavljevicEmail author
Editorial
  • 16 Downloads

Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

In der 3. Ausgabe 2019 berichtet uns die Innsbrucker Transplant-Gruppe über den aktuellen Status der Lebertransplantation (OLT) bei Lebermetastasen eines kolorektalen Karzinoms (CRC). Diese Therapieoption wurde in den frühen 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Wien einige Zeit gepflegt und dann aufgrund der schlechten Ergebnisse wieder verlassen. Nun gibt es aber, aus Norwegen kommend, wieder neue Bemühungen, diese Therapie in speziellen Fällen einzusetzen. Die relevanten Vergleichsstudien mit alternativen Therapieverfahren laufen derzeit, die Tatsache ist aber für uns ausreichend interessant, um schon zum aktuellen Zeitpunkt darüber zu berichten.

Weiters finden Sie als Originalarbeit den Bericht einer nichtinterventionellen Studie, in der über 400 Patienten im niedergelassenen Bereich mit Peginterferon‑α und Ribavirin in den Jahren 2008–2014 behandelt worden waren. Obwohl noch gar nicht so lange her, darf dieser Bericht schon als historisches Dokument gelten, der vor allem die dramatischen Verbesserungen der antiviralen Therapie der Hepatitis C in den letzten 5 Jahren dokumentiert, in denen hier kein Stein auf dem anderen blieb und die damals etablierte Standardtherapie innerhalb weniger Monate verschwand.

Neben einer sehr schönen, aktualisierten Übersicht über die nichtinvasive Abklärung der Leberfibrose, die inzwischen zum täglichen Brot des Hepatologen wurde, finden Sie eine sehr interessante Zusammenstellung über 12 Jahre Benchmarking zur endoskopischen retrograden Cholangiopankreatikographie (ERCP) in Österreich, die in erster Linie eines klar macht: Die notwendige Zentralisierung der interventionellen Endoskopie ist in Österreich noch nicht annähernd dort, wo sie die internationalen Qualitätsstandards und die lokalen Vorgaben zur Ausbildung und Kompetenzerhaltung vorsehen würden. Mit mehr als 45 Zentren (und nicht alle haben bei dem Projekt mitgemacht) sowie durchschnittlich knapp 63 ERCP pro Zentrum pro Jahr ist klar, dass hier Handlungsbedarf besteht, auch wenn die Qualitätsindikatoren im Schnitt der Zentren über die Zeit ein sehr gutes Bild für Österreich ergeben.

Ergänzt wird das Heft wie immer durch einen schönen radiologischen Fall, diesmal eine periduodenale Pankreatitis, die eine relevante Differenzialdiagnose zu einem malignen Pankreasprozess sein kann.

Ich hoffe, wir konnten wieder ein interessantes Heft zusammenstellen, und verbleibe mit herzlichen Grüßen, Ihr

Prim. Univ.-Prof. Dr. Markus Peck-Radosavljevic

Notes

Interessenkonflikt

M. Peck-Radosavljevic gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Austria, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Abteilung Innere Medizin und Gastroenterologie (MuG), Hepatologie, Endokrinologie, Rheumatologie und Nephrologie mit Zentraler Erstversorgung und Aufnahme (ZAE)Klinikum Klagenfurt am WörtherseeKlagenfurtÖsterreich

Personalised recommendations