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Editorial

  • Martin DominkusEmail author
Editorial
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Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Seit die Sigmund Freud Privat Universität Wien (SFU) ein akkreditiertes Medizinstudium anbietet, wird auch der Schwerpunkt „Bewegungsapparat“ im Modul 11 des Bachelorstudiums und heuer erstmals im Modul 22 des Masterstudiums gelehrt.

Das Curriculum umfasst die Anatomie und Röntgenanatomie sowie die wichtigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates in Diagnose, Differenzialdiagnose, Therapie und Komplikationsmöglichkeiten aus orthopädischer, traumatologischer, osteologischer und rheumatologischer Sicht.

Es freut mich, im vorliegenden Themenheft „Bewegungsapparat“ interessante Beiträge der SFU-Lehrenden aus ihren Spezialdisziplinen vorstellen zu können:

M. Breitenseher stellt die Entwicklung der Magnetresonanztomographie (MRT) und ihre führende Bedeutung als bildgebendes Verfahren für Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates dar. Anhand eindrucksvoller Abbildungen werden die Indikationen für das MRT bei Meniskusverletzungen des Kniegelenks, Pathologien des Discus intervertebralis, Darstellung von Bandstrukturen im Kniegelenk am Beispiel des vorderen Kreuzbandes und des medialen Seitenbandes, der Einsatz in der Knorpeldiagnostik, die Bedeutung in der Darstellung von Knochen und Knochenmark sowie bei Sehnen und Muskelerkrankungen erläutert. Zukünftige Entwicklung werden auch in der computerunterstützten Detektion, Quantifizierung und Charakterisierung liegen.

P. Krepler beschreibt in ihrem Beitrag über die Wirbelsäule des alten Menschen die immer größer werdende Bedeutung des zentralen Achsenorgans für die „frailty“ und Lebensqualität der immer älter werdenden Bevölkerung. Symptomkomplexe wie Vertebrostenose, degenerative Instabilitäten und degenerative Skoliose werden zur therapeutischen Herausforderung für konservative und operative Behandlungsstrategien.

J. Schanda zeigt die biologische Knochenqualität als einen der entscheidenden Faktoren für das Auftreten orthopädischer und traumatologischer Erkrankungen auf und beschreibt am Beispiel chronisch degenerativer Rotatorenmanschettenläsionen und der proximalen Humeruskopffraktur die positiven adjuvanten Effekte von Bisphosphonaten auf die Frakturheilung und die Rerupturraten nach Rotatorenmanschettenrekonstruktionen.

Einen Überblick über die Entwicklung der Hüftendoprothetik – einer der erfolgreichsten Operationen in der Orthopädie – gibt A. Aichmair. Besonders die Entwicklung der minimal-invasiven Implantationstechniken und die dadurch ermöglichte Frühmobilisation und Reduktion der Verweildauer im Krankenhaus um 40 % waren ein weiterer Quantensprung für die Sicherheit und Zufriedenheit der PatientInnen.

Ich hoffe, Sie finden eine interessante, abwechslungsreiche Lektüre.

Ihr

Martin Dominkus

Notes

Interessenkonflikt

M. Dominkus gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Austria, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.II. Orthopädische Abteilung für Endoprothetik und RevisionschirurgieOrthopädisches Spital Speising GmbHWienÖsterreich

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