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Pflegezeitschrift

, Volume 71, Issue 11, pp 3–3 | Cite as

Liebe Leserinnen und Leser,

  • Springer Medizin
Editorial
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woran denken Sie beim Stichwort „Versorgung“ als erstes? Vermutlich an Pflege und Betreuung, oder? Das war auch mein Einstieg, doch dann wurde das Thema schnell größer. Denn es geht darum, wie wir leben möchten und was uns gut tut — je nach Alter, Lebensphase und sich verändernden Bedürfnissen. Versorgung ist ein gesamtgesellschaftliches Thema und kann folglich nur im Miteinander aller Akteure gemeistert werden.

Optimistisch und sehr konkret zeigt sich hier das Bundesland Baden-Württemberg, in dem wohnortnahe Versorgung ein erklärtes politisches Ziel ist. Quartierskonzepte, Digitalisierung und unterschiedlichste Modellprojekte sind die Bausteine dafür. Ein novelliertes Landespflegestrukturgesetz ist auf dem Weg. Nicole Härtling und Dr. Daniela Neumann berichten (Seite 10) darüber. Menschen lange ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, ist auch die Idee des sogenannten Green Care Farming: Bauernhöfe für Menschen mit Demenz. Diese Idee integriert Versorgung in den Alltag; Prof. Dr. Johannes Gräske und Kolleginnen stellen sie vor (Seite 14). Bereits realisiert ist ein Quartierskonzept in Hamburg. Mit dem neu eröffneten Hartwig-Hesse-Quartier macht Sie Maik Greb bekannt (Seite 26).

In der Diskussion um die Versorgung taucht ein entscheidender Aspekt immer wieder auf: die Digitalisierung. Wie ein digital unterstütztes Sorgenetzwerk dazu beitragen kann, ländliche Gebiete besser zu erschließen, beschreiben Andrea Hildner, Daniela Stutz und Prof. Dr. Frank Teuteberg (Seite 44). Spannend ist auch die Frage, wie Apps & Co. unsere Gesundheitsversorgung verändern und was dies für Health Care Professionals bedeutet. Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko und Katharina Pilgrim gehen diesen Fragen nach (Seite 48).

Auf jeden Fall erfordern berufliche Veränderungen entsprechende Qualifikationen. Das Trainee-Programm Management der Charité wird beschrieben von Nico Theim (Seite 35). Und einen spannenden Einblick, wie bedarfsgerechtes Lernen aussehen kann, zeigt Dr. Doris Wilborn mit dem Modell der Lernendenstation (Seite 54).

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Startschuss für Nationale Demenzstrategie

Am 19. September 2018 haben Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Familienministerin Franziska Giffey (SPD) den Bericht zur Umsetzung der Agenda der Allianz für Menschen mit Demenz 2014-2018 vorgestellt und damit den Startschuss für eine Nationale Demenzstrategie gegeben. Diese soll Ziele formulieren und verbindliche Maßnahmen festlegen, um so die Lebenssituation von Menschen mit Demenz deutschlandweit zu verbessern. Dafür wird eine Geschäftsstelle beim Deutschen Zentrum für Altersfragen eingerichtet, die vom Bundesseniorenministerium und vom Bundesgesundheitsministerium gemeinsam finanziert wird. Noch im Herbst 2018 soll mit der Entwicklung einer Nationalen Demenzstrategie begonnen werden. Anfang 2020 soll sie vom Bundeskabinett beschlossen werden.

Der Deutsche Pflegerat (DPR) unterstützt ebenfalls den Aufbau der Nationalen Demenzstrategie. Wichtig sei es, die Bedeutung demenzieller Krankheiten schon in der Pflegeausbildung zu berücksichtigen, betonte DPR-Präsident Franz Wagner.

www.allianz-fuer-demenz.de

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