Advertisement

Pflegezeitschrift

, Volume 71, Issue 9, pp 6–6 | Cite as

Notfallversorgung

DGINA gegen Gebühren
  • Springer Medizin
Meldungen
  • 155 Downloads

Die von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) vorgeschlagene Gebühr von 50 € für Notfallpatienten, die „keine echten“ Notfälle sind, wird von der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA e.V) strikt abgelehnt. Viele Patienten können die Dringlichkeit ihrer Beschwerden nicht einschätzen, erklärt der Präsident der DGINA, Martin Pin. Die DGINA hat daher in Übereinstimmung mit allen notfallmedizinischen Fachgesellschaften definiert, dass Patienten, die sich als Notfall empfinden, zunächst als solcher angesehen werden müssen. Die „Strafgebühr“ der KV werde dazu führen, dass gerade Menschen mit geringem Einkommen in medizinischen Notsituationen nicht mehr in die Notaufnahmen gehen und im Wartezimmer von KV-Ärzten zunächst lebenswichtige Zeit verlieren würdem. Dass dies eine reale Gefahr ist, zeigten Studien aus den Niederlanden und Deutschland.

Viele Menschen ahnten sehr verlässlich, wenn eine bedrohliche Krankheit bestehe und sollten weiter direkt in die Notfallzentren der Krankenhäuser gehen können, wo ihnen kompetent und sehr schnell geholfen werden kann. „Zur Sicherheit dieser Patienten muss von einer Patientensteuerung durch Gebühren abgesehen werden“, so Pin.

Literatur

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Springer Medizin

There are no affiliations available

Personalised recommendations