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Pflegezeitschrift

, Volume 71, Issue 8, pp 44–44 | Cite as

Generalistik: nächster Meilenstein

Kabinett gibt grünes Licht für neue Ausbildungsverordnung
Meldungen

Das Bundeskabinett hat das Herzstück der Reform der Pflegeberufe verabschiedet: die Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV). Anschließend müssen sich noch Bundestag und Bundesrat mit der Vorlage beschäftigen. Die Zeit drängt, denn die Pflegeschulen benötigen mindestens ein Jahr, um sich auf die neuen Curricula vorzubereiten. Die Verordnung regelt Einzelheiten zur Ausbildungsstruktur, den Ausbildungsinhalten, zur Prüfung und zur hochschulischen Pflegeausbildung. Vorgesehen ist eine dreijährige Ausbildung von mindestens 4.600 Stunden. 2.100 Stunden sollen auf theoretischen und praktischen Unterricht entfallen, 2.500 Stunden auf die praktische Ausbildung. Anstatt Lerninhalte werden für die Ausbildung Kompetenzziele formuliert. Ausdrücklich heißt es, die zu erwerbenden Kompetenzen sollen über die der bisher getrennt geregelten Ausbildungen in der (Kinder-) Kranken- und Altenpflege „hinausgehen und den Aufbau einer umfassenden Handlungskompetenz verfolgen“. Zugleich hält die Verordnung fest, es sei sicherzustellen, „dass das Niveau der Pflegeausbildung mit dem Niveau des Schulabschlusses korrespondiert, der den Zugang zur Ausbildung eröffnet“.

Nach langem Streit haben sich die Koalitionsfraktionen im vergangenen Jahr auf ein „2+1-Modell“ verständigt. Die Azubis werden zwei Jahre lang gemeinsam — generalistisch — ausgebildet. Im dritten Ausbildungsjahr können sie auf Wunsch eine Spezialisierung in der Kinderkranken- oder in der Altenpflege wählen.

Quelle

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Authors and Affiliations

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  1. 1.

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