Pflegezeitschrift

, Volume 71, Issue 5, pp 8–8 | Cite as

Bessere Versorgungsqualität von Menschen mit Diabetes

Bayerisches Gesundheitsministerium fördert Telemedizinprojekt
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Um die Behandlung von Menschen mit Diabetes, die mehrmals täglich Insulin spritzen, zu verbessern, startete im Januar 2018 ein durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördertes bayernweites Telemedizin-Pilotprojekt. Träger des Projektes ist die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband niedergelassener Diabetologen in Bayern (bndb) und mit Unterstützung der Bayerischen TelemedAllianz (BTA) sowie eines Industriepartners. Die Patienten erheben dabei ihr vollständiges Glukoseprofil und übermitteln die Daten in ein webbasiertes Diabetes-Management-System, das jederzeit und räumlich unabhängig vom behandelnden Diabetologen als Basis für fundierte Therapieempfehlungen eingesehen werden kann. Mit dem Projekt soll gezeigt werden, dass unzureichend eingestellte Patienten von einer engmaschigen und zielgerichteten Betreuung via Telemedizin profitieren können. Um Telemedizin allen Menschen mit Diabetes zur Verfügung stellen zu können ist allerdings Voraussetzung, dass die Rahmenbedingungen für eine angemessene Vergütung telemedizinischer Leistungen geschaffen werden.

„Der Zug von digitalen Lösungen und damit auch telemedizinischen Leistungen nimmt weiter an Fahrt auf. Das Projekt ist daher eine wichtige Basis dafür, dass telemedizinische Leistungen der Ärzte die Anerkennung finden, die ihnen gebührt, und von den Krankenkassen auch angemessen vergütet werden“, so Prof. Dr. Siegfried Jedamzik, Geschäftsführer der Bayerischen TelemedAllianz.

„Von einem solchen Verfahren profitieren sowohl Arzt als auch Patient“, erläutert Dr. Christoph Neumann, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes niedergelassener Diabetologen in Bayern (bndb). „Die Menschen mit Diabetes erhalten eine individuell angepasste Therapie und die tägliche Arbeit des Diabetologen wird effizienter.“

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