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Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 9, Issue 4, pp 60–60 | Cite as

Bundesmittel für ein einzigartiges Forschungsgebäude

Bald unter einem Dach — multidimensionale Trauma-Wissenschaften

  • Markus Hubert-Lang
  • Anita Ignatius
Aus den Verbänden DGU
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Ein schweres Trauma löst im Körper eine komplexe Reaktionskette aus, die alle Organsysteme betrifft. Ziel der körpereigenen Gefahrenantwort ist Heilung und Regeneration. Störungen können jedoch fatale Folgen haben — bis hin zum Organversagen. Bisher ist das Verständnis der Pathophysiologie des Traumas beschränkt und somit fehlen wichtige Grundlagen für individuelle, auf das jeweilige Verletzungsmuster abgestimmte Therapien.

An der Universität Ulm entsteht nun ein einzigartiger Forschungsbau für „Multidimensionale Trauma-Wissenschaften“ (MTW). „Das Forschungskonzept des neuen MTW-Gebäudes basiert auf den Vorarbeiten unseres seit 2015 bestehenden Trauma-Sonderforschungsbereichs SBF1149, ist aber inhaltlich wie methodisch wesentlich erweitert. Die Forschungsanstrengungen im MTW-Gebäude zielen darauf ab, die hochkomplexe Antwort nach Trauma im Organismus räumlich und zeitlich aufzulösen, um damit neue Mechanismen aufzudecken“, sagen die Professoren Markus Huber-Lang und Anita Ignatius, federführende Antragsteller und Gründungsdirektoren des MTW-Gebäudes.

Das fast 5.000 Quadratmeter große Gebäude soll passgenau auf die interdisziplinären Arbeitsgruppen aus Medizin und Naturwissenschaften zugeschnitten werden. Ab voraussichtlich 2024 soll der Neubau unter anderem hochspezialisierte biomedizinische Labore, eine Biobank für Blut- und Gewebeproben sowie ein klinisches Studienzentrum beherbergen. Das insgesamt über 73 Millionen € teure Gebäude wird aus Bundesmitteln vom Land Baden-Württemberg sowie von der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm finanziert. Der Ausschuss Forschungsbauten des Wissenschaftsrats bezeichnete den Ulmer Antrag als „herausragend“: Nie gingen in diesem Förderverfahren mehr Bundesmittel hierher.

So wird das MTW-Gebäude an der Universität Ulm nach seiner Fertigstellung in etwa aussehen.

© Heinle-Wischer-Partner

Copyright information

© DGOU und BVOU 2019

Authors and Affiliations

  • Markus Hubert-Lang
    • 1
  • Anita Ignatius
    • 2
  1. 1.Institut für ImmunologieUniversität UlmUlmDeutschland
  2. 2.Institut für Unfallchirurgische ForschungUniversität UlmUlmDeutschland

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