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Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 8, Issue 4, pp 7–7 | Cite as

Stellungnahme zum G-BA-Votum für ESWT

Aktuelles in Kürze
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Am 19. April 2018 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) mitgeteilt, dass die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei Patienten im Fall von durch Plantarfasciitis verursachtem Fersenschmerz nach Versagen anderer konservativer Methoden über einen Zeitraum von sechs Monaten zukünftig zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden kann. In einer gemeinsamen Stellungnahme von Dr. Martin Ringeisen, Generalsekretär DIGEST, Dr. Johannes Flechtenmacher, Präsident BVOU, und PD Dr. Jörg Hausdorf, Leiter AK Stoßwelle der DGOOC, heißt es dazu: „Gemessen an der ‚best evidence‘ für diese Behandlungsmethode ist dies ein längst überfälliger Schritt. Damit wird zwanzig Jahre nach Erscheinen der ersten randomisiert-kontrollierten Studie zur Behandlung der Plantarfasciitis durch Stoßwellentherapie diese Methode erneut zur Krankenkassenleistung. 1998 war sie wegen mangelnder wissenschaftlicher Beweise der Wirksamkeit aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen worden.

Radiale Stoßwelle

© Dan-Race / Fotolia

Voraussetzung zur Therapie sei laut G-BA, dass der Fersenschmerz die gewohnte körperliche Aktivität über mindestens sechs Monate eingeschränkt hat und während dieser Zeit unterschiedliche konservative Therapieansätze wie Dehnübungen, Infiltrationsbehandlung und Schuheinlagen ohne relevante Beschwerdebesserung angewandt wurden. Das entspricht der Sichtweise aus den Anfängen der Stoßwellentherapie in den 1990er-Jahren. Leider wird nach wie vor die Stoßwellentherapie nicht als First-line-Option gesehen.

Mehr Informationen unter: www.bvou.net; Stichwort Stoßwelle

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Authors and Affiliations

  • red
    • 1
  1. 1.

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