Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 8, Issue 2, pp 34–34 | Cite as

Bestverfügbare Evidenz in der Knietherapie

Neue Leitlinie zur Behandlung von Gonarthrose
  • Maria Hauk
Aus unserem Fach Versorgung und Standards
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Welche Therapien sind bei einer degenerativen Veränderung des Kniegelenks wirksam? Die neue Leitlinie zur Behandlung von Gonarthrose gibt einen evidenzbasierten Überblick über therapeutische Möglichkeiten. Sie ist damit eine praktische Entscheidungshilfe, um die Erkrankung sicher zu diagnostizieren und gemeinsam mit den betroffenen Patienten zu therapieren. Die Leitlinie wurde federführend von der DGOOC unter Beteiligung von DGOU und DGU sowie elf weiteren Fachgesellschaften entwickelt.

Die Gonarthrose ist eine im Alter häufige Erkrankung, bei der sich Gelenkknorpel, Bänder, Knochen sowie Muskeln im Knie verändern und langsam zerstört werden. Der chronische Verlauf mit entzündlichen und nicht entzündlichen Phasen und ohne Aussicht auf Heilung braucht langfristiges Vertrauen in der Arzt-Patienten-Beziehung, denn die Erkrankung ist eine Herausforderung — sowohl für den Patienten als auch für den Arzt: Für den Laien sind die Therapieangebote nicht mehr überschaubar und der Mediziner muss die verschiedensten Möglichkeiten der Behandlung nach Maßstäben der evidenzbasierten Medizin beurteilen.

Neu: Leitlinien für die Diagnostik und Therapie der Gonarthrose

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Auch komplizierte Fälle wurden berücksichtigt

Die jetzt veröffentlichte Leitlinie zur Gonarthrose setzt hier an: Sie stellt kontrovers diskutierte Therapien und ihre Wirksamkeit mit der verfügbaren Fachliteratur transparent dar und gibt praktikable Entscheidungshilfen für den ärztlichen Alltag, auch bei komplizierten Fällen. Ziel ist es, die Sicherheit bei der Diagnose und Behandlung der Gonarthrose zu erhöhen.

Die Leitlinie richtet sich an Ärzte aus Orthopädie und Unfallchirurgie, aus der Inneren Medizin mit Schwerpunkt Rheumatologie, an Angehörige nicht ärztlicher Berufsgruppen wie Physio- und Ergotherapeuten, Rehabilitationsmediziner und Psychologen sowie an Patienten.

Neben umfangreichen Empfehlungen zur medikamentösen, konservativen und operativen Therapie der Gonarthrose und zur Indikation einer Knie-Totalendoprothese gibt die Leitlinie unter anderem diese grundlegenden Empfehlungen:
  • Die Diagnose der Gonarthrose soll klinisch und radiologisch gestellt werden.

  • Eine ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung soll vor der Interpretation von Röntgenbildern stehen.

  • Das Ausmaß der Gelenkschädigung sollte nach radiologischen Kriterien klassifiziert werden.

  • Patienten sollen über die Erkrankung und die Vorbeugung ihres Fortschreitens sowie über die Verbesserung der Lebensqualität und Mobilität aufgeklärt werden (motivationale Beratung).

  • Die Therapie sollte anhand eines individuellen Versorgungsplans in gemeinsamer Entscheidungsfindung durch Arzt und Patient erfolgen.

Download Leitlinie „Gonarthrose“: http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/033-004.html

Maria Hauk

© DGOU

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Authors and Affiliations

  • Maria Hauk
    • 1
  1. 1.

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