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»Unversorgte Seelenwunden«

Traumageschichte, Erlösungswissen und personal essay bei Ines Geipel

»Unversorgte Seelenwunden«

Tale of Trauma, Knowledge of Salvation and personal essay at Ines Geipel

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Zusammenfassung

Die Ex-DDR-Athletin Ines Geipel ist durch semidokumentarische Texte über Ostdeutschland bekanntgeworden. In ihrem oft autobiographischen Schreiben erhebt Geipel gesellschaftsdiagnostische und -therapeutische Ansprüche. Sie sind exemplarisch an der jüngsten Veröffentlichung Umkämpfte Zone zu analysieren. Das Buch thematisiert nationalsozialistische sowie stalinistische Erinnerungslasten anhand der eigenen Familiengeschichte. Geipels Wunsch nach Erlösung von deutschen Kollektivtraumata verweist auf ein gnostisch-dualistisches Geschichts- und Gesellschaftsdenken. Seine politische Blütezeit erlebte es im Kalten Krieg, doch seine argumentativen Muster sind in der heutigen Bundesrepublik weiterhin virulent.

Abstract

Former GDR athletic Ines Geipel has written lots of essays and autobiographic novels dealing with Eastern Germany. Geipel claims to provide psychological exploration of both past and present totalitarian tendencies in East German society. Starting with an introduction into Geipel’s recent book Umkämpfte Zone, this essay analyses the Gnostic (or ›Manichaean‹) implications of Geipel’s diagnostic and therapeutic ambitions. Their origins seem to be found in the Cold War Era. Nevertheless, Cold War patterns are still enduring in present Germany’s intellectual life.

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Notes

  1. 1.

    Ines Geipel, Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass, Stuttgart 2019.

  2. 2.

    Geipel (Anm. 1), Rücktitel.

  3. 3.

    Zu Doping und Leistungsdruck: Ines Geipel, Verlorene Spiele. Journal eines Doping-Prozesses, Berlin 2001; dies., No Limit. Wie viel Doping verträgt die Gesellschaft, Stuttgart 2008; dies., Seelenriss. Depression und Leistungsdruck, Stuttgart 2010. Zu Gewalt und Amok: Ines Geipel, Für heute reicht’s. Amok in Erfurt, Berlin 2004; dies., Der Amok-Komplex oder die Schule des Tötens, Stuttgart 2012.

  4. 4.

    Im Interview »Der Osten ist grad nervös« gegenüber Christina Bylow, Berliner Zeitung, 13./14. April 2019.

  5. 5.

    Geipel (Anm. 1), 115 f.

  6. 6.

    Geipel (Anm. 1), 188.

  7. 7.

    Vgl. Geipel (Anm. 1), 190 ff.

  8. 8.

    »Aber was ist mit unseren starken Müttern und ihren elenden Verantwortungslosigkeiten, die die Gewalt der Männer nicht stoppten, sondern sie oft genug geschehen ließen, die sie wegguckten und ein Leben lang ausschwiegen?« (Geipel [Anm. 1], 191). Geipels Mutter (Jg. 1934) habe nie die »Schuldfrage« ob des 1945 besiegten Systems gestellt, sei somit in »entlehnte[r] Schuld« lebenslänglich verfangen geblieben (188).

  9. 9.

    Geipel (Anm. 1), 151.

  10. 10.

    Geipel (Anm. 1), 98: »Braucht es das alles? Braucht es das Politische […]? Ja, unbedingt. Es ist der Spiegel für die verleugneten Instanzen im Innern. Als ob sich Historie und Intimes wie die beiden Gondeln am Elbhang gegenseitig ziehen und versuchen, sich darüber kenntlicher zu machen. […] Es braucht diese Auf- und Abfahrten, auch weil die Familie Privates und Geschichte so strikt voneinander getrennt hält.«.

  11. 11.

    Jia Tolentino, »The Personal-Essay Boom is over«, The New Yorker, 18. Mai 2017, Übersetzung: Miriam Zeh, in: »Von schonungslosen Essayistinnen«, Deutschlandfunk, 7. April 2019.

  12. 12.

    Eine Konstante in Geipels autofiktionaler Essayistik ist die Rede von kollektiver »Unerlöstheit« – von Schmerzen, Schuld, Scham bezüglich 1933 ff., 1945 ff., 1949 ff. und jüngst 1990 ff. Dieses Erlösungsbedürfnis scheint gleichwohl unmittelbar, weil gefühlshaft verbürgt. Die Sprachform dessen ist ein Staccato suggestiver Aufzählungen. Eine Zeitdiagnose von 2019 liest sich so: »Verwerfungen, Verleugnungen, Unerlöstes. In das Trauma des Ostens krachte das Trauma der Verunsicherung.« (Geipel [Anm. 1], 225).

  13. 13.

    Wie sie zur Zeit der Totalitarismusdiskussion besonders eifrig dem politischen Gegner attestiert wurde! Als prototypische Autoren verschiedener weltanschaulicher Milieus, die das gleiche Phänomen im Blick hatten, seien genannt Ernst Topitsch, Augusto Del Noce und Eric Voegelin. Der Gnostiker ist für Voegelin, der diesbezüglich die anspruchsvollste Reflexion bot, ein mit der Welt unzufriedener Mensch (The New Science of Politics, 1952). Seine Unzufriedenheit geht über politische Parteinahmen weit hinaus, sein Leiden sei existentiell, verstehe sich jedoch nicht als bloß subjektiv. Er halte die Weltordnung (bei Voegelin: »Seinsordnung«) durch eigene Tat und auf Basis eines »Erlösungswissens« für veränderbar, und zwar in einem historischen Prozeß (evolutionär: Erziehung, revolutionär: Gewalttat). Voegelin umschreibt damit moderne Wiederaufnahmen von Denkmotiven und -strukturen der »ursprünglichen«, spätantiken Gnosis, wie sie Hans Jonas in seinem Klassiker von 1934 porträtiert hat. Elementar gnostisch, in der Neuzeit dann »gnostizistisch« seien ein moralisch-ontologischer Dualismus, eine hieraus folgende Deutung der Welt als Gefängnis des (wahren) Lebens, eine Erlösungsoption durch befreiendes »Wissen« vom angestammten Seinsort der jetzt noch – physisch-weltlich, auch sozialweltlich! – »eingeschlossenen« Seele. Verheißen sei so eine schicksalsbefreite Existenz durch eine Praxis dieses Wissens, die sowohl asketisch als auch libertinistisch ausfallen kann (vgl. ders., Gnosis. Die Botschaft des fremden Gottes, hrsg. Christian Wiese, Leipzig, Frankfurt a. M. 1999, 69 ff.).

  14. 14.

    Repräsentative Instanzen sind Person, Familie, Generation: »Diese Generation hat den inneren Hitler in sich konserviert wie in einer Krypta«, erklärte Geipel der Cicero-Redakteurin Antje Hildebrandt, deshalb sei »aktuell die AfD die stärkste Partei im Osten« (23. April 2019). Dies freilich war zum betreffenden Zeitpunkt die CDU.

  15. 15.

    Jean-François Lyotard, Grabmal des Intellektuellen, hrsg. Peter Engelmann, Wien 1985; zur Strukturverwandtschaft von Gnostizismus und Existentialismus vgl. Jonas (Anm. 13), 377 ff.

  16. 16.

    Vgl. Geipel, Generation Mauer. Ein Porträt, Stuttgart 2014, 251, über das Ironiegebot des Westens und unterhaltungskommerzielle Verramschung, aber auch die DDR-interpretative Konkurrenz aus der »Dritten Generation Ost«.

  17. 17.

    »Haben Buchenwald, die Jenaer Euthanasie und das Erfurter Massaker irgendetwas miteinander zu tun?« fragt Geipels Rollenprosa-Ich Elsa in Amok in Erfurt, 245. Vgl. dies., Seelenriss, das Kapitel »Bänder, Knoten, Netze, Nester 1914/2010: Ein Stück Deutschland-Psyche« (94 ff.).

  18. 18.

    Typisch hierfür die Plurale: »Tektonikverschiebungen«, »Ausatmungen«, »Spaltungen«, »Kontinuitäten«, »Transmissionen«, »Verantwortungslosigkeiten« u.ä.m.

  19. 19.

    Die häufige Anrufung von Autoritäten dient wohl gelehrter Absicherung; als Zehn-Seiten-Probe: »schrieb der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz«, »schreibt der Nobelpreisträger Imre Kertész«, »schreibt der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk«, »schreibt der französische Rechtshistoriker Pierre Legendre«, »wie Karl Mannheim bereits in den zwanziger Jahren formuliert hat«, »wie Erich Fromm betonte« (Geipel [Anm. 1], 169 ff.).

  20. 20.

    Über DEFA-Indianerfilme im TV-Weihnachtsprogamm erfährt man z. B. dies: »[I]n den mythischen Weiten der rotgehäuteten Brüderlichkeit brachten die Mauerkinder die auf sie übertragene Schuldmasse der Eltern- und Großelterngeneration wenigstens stundenweise unter«. (Geipel [Anm. 1], 133).

  21. 21.

    Vgl. etwa den Hinweis auf die Ex-Mitgliedschaft des NSU-Trios bei den »Pionieren« und in der »Freien Deutschen Jugend« (Geipel [Anm. 1], 209).

  22. 22.

    Die Untauglichkeit des Karl Mannheimschen Generationsbegriffs für eine Kohorte, der eine expressive kulturelle Selbstvergewisserung verwehrt geblieben sei, funktioniert Geipel zum Ingrediens der Generationsformel um: Die »Generation Mauer« wurde zur Generation und mithin zum entschlüsselbaren Phänomen, gerade weil ihr in der DDR der eigene Schlüssel zum Selbstverständnis fehlte (vgl. ebd., 27 ff.).

  23. 23.

    »Die Väter der Kriegsenkel mit all ihren Flechten und ihrem Bluthochdruck, mit all ihren inneren und offenen Wunden, mit all dem, was da so raussollte aus ihnen, es aber so schwer hatte damit. Es kam nichts raus.« (Generation Mauer, 186).

  24. 24.

    Geipel (Anm. 1), 114, 116.

  25. 25.

    Geipel, Generation Mauer, 92.

  26. 26.

    Der aus dem Westen angereiste Anwalt ist ein Lebemann, »ein Hansdampf in allen Gassen, der die Menschen gern hat« (Geipel, Amok in Erfurt, 145). Das geradezu mädchenhaft verschwärmte Porträt des Westmannes und seines aufregenden Lebens erinnert an den Text einer anderen DDR-Emigrantin, an Gabriele Eckarts »Feldberg und zurück« (in: Brautfahrt. Geschichten über Begegnungen, hrsg. Almut Giesecke, Berlin, Weimar 1984, 97 ff.).

  27. 27.

    Geipel, Amok in Erfurt, 70 f.

  28. 28.

    Geipel, Generation Mauer, 267.

  29. 29.

    Geipel (Anm. 1), 168.

  30. 30.

    Geipel, Generation Mauer, 116, 133, 179, 182, 193.

  31. 31.

    Geipel, Generation Mauer, 20 f. Historisch konkret: »Die DDR der Siebzigerjahre. Wüst, absurd und dumpf.« (Seelenriss, 122).

  32. 32.

    Geipel, Generation Mauer, 197.

  33. 33.

    Geipel (Anm. 1), 209.

  34. 34.

    Ines Geipel, Dann fiel auf einmal der Himmel um: Inge Müller. Die Biografie, Berlin 2002, 169; vgl. dies. (Anm. 1), 75 ff., 89.

  35. 35.

    Die Autorin präsentiert diese Befunde geradezu wie Trophäen: Geipel (Anm. 1), 59 f.; Amok in Erfurt, 184 ff.

  36. 36.

    Geipel (Anm. 1), 61.

  37. 37.

    Die Zustimmung war von der Tageszeitung bis zum ZDF, vom Freitag bis zum Cicero einhellig.

  38. 38.

    Vgl. Georg Misch, Geschichte der Autobiographie, IV, Frankfurt a.M. 1967, 102, 180 f.

  39. 39.

    Geipel, Generation Mauer, 102, 101.

  40. 40.

    Geipel, Generation Mauer, 266.

  41. 41.

    Geipel, Generation Mauer, 143, 183.

  42. 42.

    In Umkämpfte Zone zitiert Geipel die Hoffnung des Geschichtspolitikers Ilko-Sascha Kowalczuk auf »Negation« und »Wiederbeginn« 1989, auf eine neue, gereinigte Geschichte des deutschen Ostens (173).

  43. 43.

    Daniele Giglioli, Die Opferfalle: Wie die Vergangenheit die Zukunft fesselt, Berlin 2015.

  44. 44.

    Robert Pfaller, Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft. Symptome der Gegenwartskultur, Frankfurt a. M. 2008.

  45. 45.

    Sigmund Freud, Neue Vorlesung zur Einführung in die Psychoanalyse, Frankfurt a. M. 1990, 123.

  46. 46.

    Wie das gnostische »Pneuma« als sakrale Innenzone des Menschen ist das moralische Ich der Tabubruch-Literatur als sozial unangreifbarer Kernbezirk entworfen.

  47. 47.

    Geipel, Amok in Erfurt, 155 ff.

  48. 48.

    Dafür stehen räumliche und energetische Bilder, etwa in Generation Mauer, 227: »Im Osten Deutschlands formte sich aus dem Schuldvolumen der beiden Weltkriege ein nächstes, neues Schweige-System«.

  49. 49.

    Die Krypta- und Kapselmetaphern sind in Geipels Texten Legion. Als Sprachprobe: »Risse, Kapseln und Depots ineinandergeschobener Traumata«, »ein Amalgam aus Schrecken, Gewalt und Verdrängungen«, »die die Kinder und Kindeskinder zu stillen Containern von Geschichte machten« (Seelenriss, 129).

  50. 50.

    Geipel, Amok in Erfurt, 87.

  51. 51.

    Der Klassiker: Caspar von Schrenck-Notzing, Charakterwäsche. Die amerikanische Besatzung in Deutschland und die Folgen, Stuttgart 1965; in der Nachfolge des Arguments steht Thorsten Hinz, Die Psychologie der Niederlage. Über die deutsche Mentalität, Berlin 32011. Den US-amerikanischen Blick auf die Nachkriegsdeutschen integriert Geipel in ihre Vision einer wenn nicht reinen, so doch psychotherapeutisch gereinigten Geschichte; vgl. die Rede von einer »Verstörtheit« der US-Besatzungsbehörden ob der kommunistischen Kapo-Häftlinge und anderer deutscher Verbrecher in Geipel (Anm. 1), 66.

  52. 52.

    1968 begann dann das – bis heute anhaltende – »Gesellschaftsgespräch«: »In den westdeutschen Seelenkammern der Kriegs- und Nachkriegskinder hatte etwas verpackt gelegen, was […] massiv an die Oberfläche drängte. Es ging um Tabus, die das emotionale Fundament der alten Bundesrepublik berührten. Es ging um eine nachzuholende Identität. Sie gelang. Die Zeit war richtig dafür.« (Generation Mauer, 23).

  53. 53.

    So wenig wie Westberlins »Frontstadt«genese als Vorspiel des Kalten Krieges; vgl. Geipel (Anm. 34), 113 f.

  54. 54.

    Geipel (Anm. 1), 88.

  55. 55.

    Geipel (Anm. 1), 71.

  56. 56.

    Geipel, Generation Mauer, 151.

  57. 57.

    Geipel, Generation Mauer, 139.

  58. 58.

    Geipel ignoriert völlig die durch Franz Fühmann angeregten Freud-Editionen in den 1980er Jahren.

  59. 59.

    Hans-Joachim Maaz, Der Gefühlsstau. Ein Psychogramm der DDR, Berlin 1990.

  60. 60.

    Geipel (Anm. 1), 188.

  61. 61.

    Geipel (Anm. 1), 150.

  62. 62.

    Geipel, Amok in Erfurt, 73.

  63. 63.

    Geipel, Seelenriss, 8.

  64. 64.

    Geipel, Generation Mauer, 91, 33.

  65. 65.

    Geipel (Anm. 1), 88.

  66. 66.

    Vgl. Geipel (Anm. 1), 84, 245.

  67. 67.

    Geipel, Amok in Erfurt, 74.

  68. 68.

    Geipel, Amok in Erfurt, 245.

  69. 69.

    Geipel, Amok in Erfurt, 163.

  70. 70.

    Geipel, Generation Mauer, 36.

  71. 71.

    Geipel, Generation Mauer, 152.

  72. 72.

    Eugen Ruge, In Zeiten des abnehmenden Lichts. Roman einer Familie, Reinbek 2011. Der Autor ist der Sohn des prominenten SED-Historikers Wolfgang Ruge. Auch Uwe Kolbe, Katja Lange-Müller, Monika Maron, Jenny Erpenbeck, Marion Brasch gehören zu den Kindern der politisch-ideologischen DDR-Elite, die im wiedervereinigten Literaturbetrieb das Bild wie die Bewertung ostdeutscher Geschichte prägen.

  73. 73.

    Westliche Kollegen bedauerten ihn hierfür, etwa im Deutschlandfunk, »Studio LCB«, 29. November 2011.

  74. 74.

    Eine Auswahl der oft bitteren Wehrdienstmemoiren von Funktionärssöhnen präsentierte Renatus Deckert, »Die innerste Zelle. Die Kasernenwelt der DDR wartet auf einen Erzähler«, Merkur 668 (2004), 1131–1135.

  75. 75.

    Durch die »Verwandlung von Ungemach, das Teil des erwachsenen Lebens ist, in Trauma und Schädigung« »verewigen und ›essentialisieren‹ sich die sozialhelferischen, psychotherapeutischen, medizinischen« und sonstigen Heilungsinstanzen (Robert Pfaller, Erwachsenensprache. Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur, Frankfurt a. M. 2018, 57).

  76. 76.

    Vgl. Pfaller (Anm. 75), 40.

  77. 77.

    Geipel (Anm. 1), 127; vgl. ebd., 149 ff.

  78. 78.

    Geipel (Anm. 1), 137.

  79. 79.

    Die ambivalente Würdigung einer Privatexistenz jenseits erzwungener Selbstrepräsentation vgl. Geipel, Generation Mauer, 33 f. Auch das falsche Leben tritt bei Geipel immer systemisch auf: als »Angstsystem«, »Schweigesystem«, »Muttersystem« usw.

  80. 80.

    Gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung sagte Geipel am 10. September 2019: »Ich frage mich die ganze Zeit, wann der Westen mal wütend wird und sagt: Leute, wir haben euch nach 1989 nicht 2,5 Billionen Euro rübergeschoben, damit am Ende des Tages in Sachsen fast 30 Prozent AfD rauskommen.«.

  81. 81.

    Geipel (Anm. 1), 257. Die nicht führungswillige Linke zeigte damit eine »politische Verantwortungslosigkeit, die die AfD vorbereitet und groß gemacht« habe (ebd.).

  82. 82.

    Geipel (Anm. 1), 243.

  83. 83.

    Geipel (Anm. 1), 256.

  84. 84.

    Seit längerem sei »der Osten dabei, die bundesdeutsche Politlandschaft zu mißbrauchen« (Geipel [Anm. 1], 263).

  85. 85.

    »Das Pogromklima expandierte in den Westen.« (Geipel [Anm. 1], 181).

  86. 86.

    Geipel (Anm. 1), 245.

  87. 87.

    Jeder Gnostiker versucht, »sich des Risikos der Existenz bewußt zu bleiben, es gleichzeitig aber nicht als Problem in die gnostische Traumwelt aufzunehmen.« Statt dessen »wird die Traumwelt terminologisch in die reale Welt hineingeblendet.« (Eric Voegelin, Die Neue Wissenschaft von der Politik. Eine Einführung, hrsg. Peter J. Opitz, München 2004, 177).

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Große, J. »Unversorgte Seelenwunden«. Dtsch Vierteljahrsschr Literaturwiss Geistesgesch (2020). https://doi.org/10.1007/s41245-020-00099-y

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