Advertisement

MTZ - Motortechnische Zeitschrift

, Volume 75, Issue 7, pp 66–66 | Cite as

Lebensdauerkonzept bei Kriechermüdungsbeanspruchung

Forschung FVV-Berichte
  • 96 Downloads

Für die Nickelbasislegierung Alloy 718 wurde mit einer üblichen maximalen Anwendungstemperatur von 650 °C ein Berechnungsverfahren zur Vorhersage von Verformung und Lebensdauer bei Kriechermüdungsbeanspruchung qualifiziert.

Ein zeit- und temperaturabhängiges Werkstoffmodell, bestehend aus Anteilen für niedrige und hohe Beanspruchung nach Chaboche und Nouailhas, wurde an Kriech- und Ermüdungsversuche angepasst. Das Verformungsmodell wurde mittels des effektiven Spannungskonzepts um zwei Schädigungsvariablen erweitert, die der Kriech- und Ermüdungsbeanspruchung Rechnung tragen. Die Ermüdungsbeanspruchung basiert dabei auf dem mechanismenbasierten DTMF-Konzept und ist durch zyklisches Aktualisieren der Ermüdungsschädigung mit dem Verformungsmodell verknüpft. Die Kriechschädigung ist über eine phänomenologische Beschreibung zur Abbildung des beschleunigten Kriechens im tertiären Kriechbereich an den Modellanteil der niedrigen Beanspruchung gekoppelt.

Zur Berücksichtigung des Umgebungseinflusses auf die Ermüdungslebensdauer wurde der bestehende Ansatz des mechanismenbasierten, zeitabhängigen Risswachstumsmodells über einen Ansatz zur Beschreibung des Risswachstums durch Sauerstoffdiffusion ergänzt. Das Vorhaben wurde aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der FVV kofinanziert.

Forschungsstellen: Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart (MPA) Hochschule Offenburg Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM), Freiburg

Obmann: Dr.-Ing. Roland Mücke, ALSTOM AG

Forschungsvereinigung Verbrennungskraft- maschinen e.?V.

Die FVV wurde 1956 gegründet und hat sich zum weltweit einmaligen Netzwerk der Motoren- und Turbomaschinenforschung entwickelt. Sie treibt die gemeinsame, vorwettbewerbliche Forschung in der Branche voran und bringt Industrieexperten und Wissenschaftler an einen Tisch, um die Wirkungsgrade und Emissionswerte von Motoren und Turbinen kontinuierlich zu verbessern — zum Vorteil von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft. Außerdem fördert sie den wissenschaftlichen Nachwuchs. Mitglieder sind kleine, mittlere und große Unternehmen der Branche: Automobilunternehmen, Motoren- und Turbinenhersteller sowie deren Zulieferer.

Kontakt:

Dipl.-Ing. Stefanie Jost-Köstering

Presse- und öffentlichkeitsarbeit

Forschungsvereinigung

Verbrennungskraftmaschinen e.V.

Lyoner Straße 18 | 60528 Frankfurt/Main

Telefon +49 69 6603-1531

Fax +49 69 6603-2531

E-Mail sjk@fvv-net.de

http://www.fvv-net.de

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Personalised recommendations