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Gastro-News

, Volume 6, Issue 5, pp 65–65 | Cite as

Eisensubstitution

Verträgliche orale Therapie für schnellen Anstieg der Hämoglobinkonzentration

  • Dagmar Jäger-Becker
infopharm
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Eisenmangel ist die weltweit häufigste Mangelerkrankung. Ursachen können Blutungen, verminderte Eisenaufnahme oder verminderte Erythrozytenbildung sein. Mit Eisen-III-Maltol (Feraccru®) ist eine adäquate und gut verträgliche orale Eisensubstitution möglich.

Zu einem Mangel des Spurenelements kommt es zum Beispiel durch häufige Blutungen der geschädigten Darmschleimhaut bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Eisenmangel ist zudem eine häufige Begleiterkrankung bei chronischer Herzinsuffizienz. Das Defizit ist bereits bei präanemischem Eisenmangel mit einer schlechteren Prognose assoziiert.

Auch chronische Nierenerkrankungen seien häufig mit Eisenmangel und Anämie assoziiert, da durch die gestörte Nierenfunktion die Bildung von Erythropoetin eingeschränkt werde und daher im Knochenmark nicht ausreichend rote Blutkörperchen gebildet würden, erläuterte der Nephrologe Prof. Dr. Dr. Roland Schaefer, MVZ Immunologie, Frankfurt. Zudem sei die duodenale Eisenresorption aus der Nahrung inflammationsbedingt blockiert. Dialysepatienten seien besonders von Eisenmangel betroffen, da regelmäßig Blut im Dialysator rückbehalten werde.

Bei der Substitution von Eisen sei die orale Applikation zu bevorzugen. Herkömmliche orale Eisenpräparate, meist zweiwertige Eisensalze führten jedoch häufig zu gastrointestinalen Nebenwirkungen. Intravenöse Eisenpräparate seien umständlich in der Anwendung und es existierten seit 2013 verschärfte Empfehlungen bezüglich des Risikos schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen (Roter Hand-Brief, Oktober 2013).

Ob CED, chronische Nierenerkrankung oder chronische Herzinsuffizienz — unabhängig von der Grunderkrankung stehe mit Eisen-III-Maltol eine effektive und gleichzeitig gut verträgliche Therapieoption bei Eisenmangel zur Verfügung. Der stabile Eisen-III-Maltol-Komplex sorge bei einem vorteilhaften Verträglichkeitsprofil für einen schnellen und signifikanten Anstieg der Hämoglobin-Konzentration. Die gastrointestinalen Nebenwirkungen seien auf ein Minimum reduziert, da das Eisen-III bis zur Resorption gebunden bleibe und damit freies Eisen im Darm und unerwünschte Ereignisse durch Chelatkomplexe und freie Radikale vermieden werden können [Stallmach A et al. Expert Opin Pharmacother 2015;16:2859–67].

Literatur

  1. Symposium „Niere, Herz und Darm: Ein orales Eisen für alle", DGIM 2019 am 6.5.2019 in Wiesbaden (Norgine)Google Scholar

Copyright information

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Authors and Affiliations

  • Dagmar Jäger-Becker
    • 1
  1. 1.

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