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Gastro-News

, Volume 6, Issue 5, pp 63–63 | Cite as

Fortgeschrittenes Magenkarzinom

Effektive Drittlinientherapie mit Kombinationspräparat

  • Ine Schmale Müller-Waldeck
infopharm
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Immer mehr Patienten mit gastrointestinalen Tumoren können von einer Drittlinientherapie profitieren. Sowohl beim metastasierten Kolorektalkarzinom als auch beim metastasierten Magenkarzinom hat sich Trifluridin/Tipiracil (FTD/TPI; TAS-102, Lonsurf®) als wirksame und verträgliche Therapie gezeigt.

Nur rund 20 % erhalten Drittlinienthearpie

Die Zunahme an Therapielinien ist beim metastasierten Magenkarzinom mit einem verlängerten kumulativen Gesamtüberleben assoziiert. Obwohl aber viele Magenkarzinompatienten für eine Drittlinientherapie geeignet wären, erhalten nur rund 20 % die Behandlung, bemerkte Maria Alsina, Vall d’Hebron University Hospital Barcelona, Spanien.

Verlängerung des Gesamtüberlebens

Eine in Europa noch nicht zugelassene Drittlinientherapie ist die fixe Kombination von Trifluridin und Tipiracil, die in der 2 : 1-randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studie TAGS gegenüber Placebo untersucht wurde [Shitara K et al. Lancet Oncol 2018;19:1437–48]. Insgesamt waren 507 Patienten mit einem ECOG(Eastern Cooperative Oncology Group)-Performance Status von 0 – 1 eingeschlossen. Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt, eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS). Im Median betrug das OS unter FTD/TPI 5,7 versus 3,6 Monate, mit einer 12-Monats-OS-Rate von 21 % versus 13 % (Hazard Ratio [HR] 0,69; 95 %-Konfidenzintervall [KI] 0,56 – 0,85; p = 0,0003). Der Therapievorteil durch die FTD/TPI-Therapie wurde über alle untersuchten Subgruppen beobachtet.

Kontrolle der Erkrankung bei 44 %

Das progressionsfreie Überleben (PFS) wurde ebenfalls mit einer 6-Monats-Rate von 15 % versus 6 % signifikant verlängert (HR 0,57; 95 %-KI 0,47 – 0,70; p = 0,0001). Bei 44 % der Patienten wurde mit FTD/TPI eine Kontrolle der Erkrankung beobachtet. Die Verschlechterung des Allgemeinzustands wurde um zwei Monate von median 2,3 auf 4,3 Monate verzögert (HR 0,69; 95 %-KI 0,56 – 0,85; p = 0,0005). Bezüglich der Lebensqualität wurde kein relevanter Unterschied zwischen den beiden Therapiearmen oder zwischen Studienbeginn und Therapieverlauf gesehen [Alsina M et al. ASCO 2019, Abstr. #4043].

Literatur

  1. Satellitensymposium „The role of patient selection in optimizing therapeutic outcomes across the continuum of care in mCRC and mGC“, im Rahmen des World Congress on Gastrointestinal Cancer am 4.7.2019 in Barcelona, Spanien (Servier)Google Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Ine Schmale Müller-Waldeck
    • 1
  1. 1.

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