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Gastro-News

, Volume 6, Issue 5, pp 3–3 | Cite as

Viszeralmedizin 2019 — Interdisziplinär im Mittelpunkt der Medizin

  • Ulrike MihmEmail author
  • Stefan Zeuzem
editorial
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© RMCC / Thomas Ott

Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten mit der Sektion für gastroenterologische Endoskopie (DGVS) und die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) sowie die Arbeitsgemeinschaften laden gemeinsam herzlich zur Viszeralmedizin 2019 vom 2. bis 5. Oktober nach Wiesbaden ein.

Das diesjährige Motto des Kongresses lautet: „Viszeralmedizin — Interdisziplinär im Mittelpunkt der Medizin.“ Darin drückt sich die Entschlossenheit zur Bündelung interdisziplinärer Kompetenz für die ganzheitliche Betrachtung und Behandlung unserer Patienten in der ambulanten, stationären und intensivmedizinischen Versorgung aus. Das Motto reflektiert darüber hinaus den Anspruch auf eine Portalfunktion der Viszeralmedizin in Klinik und Praxis, begründet durch die Organvielfalt des Faches und die immense medizinische, aber auch volkswirtschaftliche Bedeutung von Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen. Zum Wohle unserer Patienten muss in der gesellschaftlichen und ärztlichen Wahrnehmung die Bedeutung der Viszeralmedizin als zentrales Fachgebiet, als Mittelpunkt in der Medizin, etabliert werden.

Dementsprechend werden auf der diesjährigen Tagung interdisziplinäre Sitzungen einen Schwerpunkt bilden, unter anderem in Form von Board-Sitzungen zu onkologischen, Leber- und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) mit Diskussion komplexer klinischer Fälle im Expertenpanel. Gemeinsame Sitzungen mit Diabetologen und Kardiologen (NASH), Rheumatologen (CED) und Infektiologen werden die systemische Bedeutung von Erkrankungen aus dem Bereich der Viszeralmedizin skizzieren.

Die zukünftige Entwicklung der Viszeralmedizin wird ein weiteres Schwerpunktthema sein.

Alle Vorsitze genderparitätisch besetzt

Die Zukunft und Stärke unseres Faches werden von der Rekrutierung der besten und engagiertesten jungen Ärzte abhängen. Den Lebensentwürfen junger Menschen muss Rechnung getragen werden, um die Attraktivität der Viszeralmedizin aufrechtzuerhalten. Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf sowie die Gleichberechtigung von Ärztinnen und Ärzten in der beruflichen Entwicklung sind hier wichtige Aspekte. Um auf die Bedeutung der Themen Nachwuchs und Gender für die Zukunft der Viszeralmedizin hinzuweisen, und um die Diskussion und Suche nach kreativen Lösungsansätzen zu katalysieren, haben der Kongresspräsident der DGVS, der Präsident der DGAV und der Vorsitzende der Sektion Endoskopie beschlossen, im wissenschaftlichen Programm der Viszeralmedizin 2019 alle Vorsitze genderparitätisch zu besetzen. Themen der Aus- und Weiterbildung sowie verschiedene Karrierewege in der Viszeralmedizin werden im Rahmen des Kongresses diskutiert werden. Außerdem werden junge internistische und chirurgische Viszeralmediziner selbst gemeinsam Sitzungen mit Fortbildungsinhalten gestalten, die direkt ihren Arbeitsalltag betreffen.

Attraktives Programm für junge Kollegen

Die Zukunft der Viszeralmedizin wird darüber hinaus ganz wesentlich durch die zunehmende Digitalisierung in der Medizin und den Fortschritt in der Entwicklung von Anwendungen der künstlichen Intelligenz mitbestimmt. Vielfältige Informationen hierzu werden in zahlreichen Sitzungen angeboten.

Nicht zuletzt wird die Zukunft unseres Fachgebietes durch unsere viszeralmedizinische Forschung geprägt. Forschungsbedingungen im In- und Ausland werden diskutiert und Fördermöglichkeiten vorgestellt werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird hierzu im Rahmen des Kongresses eine persönliche Beratung nach Terminvereinbarung anbieten.

Wir hoffen, mit dem umfangreichen Themenangebot Ihr Interesse geweckt zu haben und freuen uns auf eine spannende, vielfältige und informative Vizeralmedizin 2019.

PD Dr. med. Ulrike Mihm

Prof. Dr. med. Stefan Zeuzem

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Medizinischen Klinik 1Universitätsklinikum Frankfurt am MainFrankfurt am MainDeutschland

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