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Gastro-News

, Volume 6, Issue 3, pp 60–60 | Cite as

Low-FODMAP- und glutenfreie Diät

Begleitende Ernährungstherapie für Symptomlinderung bei Reizdarmsyndrom

infopharm
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Bei der Entstehung der gastrointestinalen Symptome des Reizdarmsyndroms (RDS) spielt die Ernährung eine bedeutende Rolle. Die Beschwerden werden häufig durch nicht resorbierbare, kurzkettige Kohlenhydrate verursacht, den „FODMAP“ (fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole). „Prinzipiell ist die geringe Absorption von FODMAP im Dünndarm normal — bei gesunden Menschen rufen FODMAP keine Beschwerden hervor“, erläuterte Prof. Yurdagül Zopf, Erlangen. „Bei Patienten mit RDS können FODMAP allerdings schwere Reaktionen wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen oder Bauchschmerzen verursachen.“ Ein reduzierter Konsum dieser Nahrungsmittel, etwa in Form einer Low-FODMAP-Diät, kann die Symptome der Betroffenen deutlich lindern. „Da das Toleranzniveau der beschwerdeverursachenden Lebensmittel bei jeder Person unterschiedlich ist, sollte im Verlauf der Diät festgestellt werden, welche Art und Menge der FODMAP individuell vertragen werden“, betonte Zopf.

Neben FODMAP können bei RDS-Patienten auch glutenhaltige Lebensmittel Beschwerden auslösen. Da die gastrointestinalen Symptome des RDS mit denen einer Zöliakie sowie einer Gluten-/Weizensensitivität überlappen, ist eine exakte Differenzialdiagnose und zunächst der Ausschluss einer Zöliakie entscheidend. Im Folgenden sollte durch eine zeitlich begrenzte glutenfreie Diät sichergestellt werden, dass bei den vermeintlichen RDS-Patienten nicht doch eine Gluten-/Weizensensitivität vorliegt. „Bei einigen Betroffenen ist eine glutenfreie Diät bereits ausreichend, um eine deutliche Beschwerdelinderung zu erzielen. In diesen Fällen ist eine FODMAP-arme Diät nicht mehr notwendig“, ergänzte Zopf.

Literatur

  1. Nach Informationen von Dr. SchärGoogle Scholar

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Authors and Affiliations

  • red
    • 1
  1. 1.

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