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Gastro-News

, Volume 6, Issue 2, pp 51–51 | Cite as

Refraktäres kolorektales Karzinom: Überlebensvorteil durch kombinierte Checkpoint-Inhibition

  • Silke Wedekind
aktuell
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In einer unverblindeten Phase-II-Studie wurde der PD-1(programmed cell death protein 1)-Inhibitor Durvalumab und dem CTLA-4 (cytotoxic T lymphocyte-associated antigen 4)-Antikörper Tremelimumab kombiniert und bei Patienten mit fortgeschrittenen, gegenüber allen verfügbaren Therapien refraktären kolorektalen Karzinomen (CRC) eingesetzt. Das Ergebnis: ein um 2,5 Monate längeres Gesamtüberleben (OS) im Vergleich zur bestmöglichen supportiven Therapie (BSC) (6,6 Monate vs. 4,1 Monate; stratifizierte Hazard Ratio [HR] 0,70; 90 %-Konfidenzintervall [KI] 0,54 – 0,97; p = 0,07). Die Krankheitskontrollrate lag bei 22,6 % unter der Immun-Checkpoint-Blockade versus 6,6 % unter BSC (p = 0,006). Ein Effekt auf das progressionsfreie Überleben wurde dennoch nicht erreicht (1,8 Monate vs. 1,9 Monate; p = 0,97) [Chen EX et al. ASCO-GI 2019;Abstr 481].

Die Ergebnisse sind insofern von Bedeutung, als sich eine Immun-Checkpoint-Blockade bei Patienten mit refraktärem CRC bislang außer bei Tumoren mit defekten Mismatch-Reparaturproteinen (dMMR) nicht als wirksam erwiesen hat. „Hier konnte nun erstmals ein klares Signal für diese Therapie bei unselektierten, austherapierten CRC-Patienten beobachtet werden“, erklärte Eric Chen, Toronto, Kanada, auf dem ASCO-GI. Ob der Preis der Kombinationstherapie — sowohl im Hinblick auf die Kosten als auch auf die Nebenwirkungen — in dieser Behandlungssituation gerechtfertigt ist, müsse allerdings im Rahmen einer Phase-III-Studie bestätigt werden, betonte der Onkologe.

Literatur

  1. Gastrointestinal Cancers Symposium (ASCO-GI) 2019 vom 17. – 19.12019 in San Francisco, CA/USAGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Silke Wedekind
    • 1
  1. 1.

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