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Im Fokus Onkologie

, Volume 22, Issue 2, pp 35–35 | Cite as

Welchen Krebspatienten Pembrolizumab hilft

  • Christian Behrend
Allgemeine Onkologie Literatur kompakt
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In der Keynote-028-Studie wurde bei 20 verschiedenen Tumoren untersucht, welche Biomarker die Wirksamkeit des PD-1-Antikörpers vorhersagen können.

Wirkstoffe wie der PD-1-Antikörper Pembrolizumab werden bereits gegen eine Vielzahl von Tumoren eingesetzt. Noch erfolgreicher könnten diese Substanzen sein, wenn sich schon vor Beginn der Behandlung sagen ließe, welche Patienten große Chancen haben, auf die Therapie anzusprechen.

In einer ersten, nicht randomisierten Phase-Ib-Studie wurde nun untersucht, ob die typischen Biomarker, die ein Ansprechen auf eine Anti-PD-1-Therapie vorhersagen können, auch eine Aussage über die klinische Effizienz von Pembrolizumab erlauben. Zu diesen Biomarkern zählen GEP („t-cell-inflamed gene expression profile“), die PD-L1-Expression sowie die Mutationslast des Tumors („tumor mutational burden“, TMB).

Es wurden 475 Patienten mit fortgeschrittenen, PD-L1-positiven soliden Tumoren aufgenommen (20 Tumorentitäten). Alle Patienten erhielten Pembrolizumab (10 mg/kg q2w) für 2 Jahre oder bis ihre Krankheit progredierte oder die Toxizität inakzeptabel wurde. Primärer Endpunkt war die objektive Ansprechrate (ORR); sekundäre Endpunkte waren Sicherheit, progressionsfreies Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS).

Die ORR, das PFS und das OS variierten stark zwischen den verschiedenen Tumoren: Die ORR lag zwischen 0 % beim Pankreaskarzinom und 33 % beim kleinzelligen Lungenkarzinom. Das PFS betrug 1,7 Monate beim Pankreaskarzinom und 6,8 Monate bei Schilddrüsentumoren. Das mediane OS reichte von 3,9 Monaten bei Tumoren der Vulva bis zu 21,1 Monaten bei Karzinoiden. Eine höhere ORR und ein längeres PFS gab es bei Tumoren mit höherem GEP, höherer PD-L1-Expression und/oder höherer TMB. Die Korrelationen von TMB mit GEP und PD-L1 waren niedrig. Die Ansprechmuster weisen darauf hin, dass Patienten, die hohe Level von TMB und von Markern wie GEP oder PD-L1 aufwiesen, am ehesten auf die Therapie ansprechen würden.

Fazit: Biomarker wie GEP, PD-L1 und TMB können das Ansprechen auf Pembrolizumab vorhersagen und somit helfen, geeignete Patienten für eine solche Behandlung auszuwählen. Dies gilt über ein breites Spektrum verschiedener Tumorentitäten.

Literatur

  1. Ott PA et al. T-Cell—Inflamed Gene-Expression Profile, Programmed Death Ligand 1 Expression, and Tumor Mutational Burden Predict Efficacy in Patients Treated With Pembrolizumab Across 20 Cancers: KEYNOTE-028. J Clin Oncol. 2019;37(4):318-27CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Christian Behrend
    • 1
  1. 1.

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