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Im Fokus Onkologie

, Volume 22, Issue 2, pp 83–83 | Cite as

Wer ist ... Florian Weißinger?

  • Springer Medizin
Menschen,Ideen,Perspektiven
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Wie beginnen Sie Ihren Tag?

Weißinger: Mit einer kurzen Gymnastik, heiß und kalt Duschen, einem schnellenFrühstück mit den Töchtern und Zeitung lesen. Am Sonntag mit einem langen Lauf durch den Teutoburger Wald und einem ausgedehnten Frühstück mit der Familie mit Zeit für Gespräche.

Was treibt Sie an?

Weißinger: Für die uns anvertrauten Patienten stets die beste medizinische Versorgung zu gewährleisten und ihnen zuverlässig zur Seite zu stehen. Für die Mitarbeiter die tägliche Arbeit und die Entwicklungsmöglichkeiten weiter zu verbessern. Strukturen zu schaffen und zu verbessern, die die onkologische Versorgung in Deutschland voranbringen. Es bereitet große Freude, zu erleben, dass aus Visionen Realitäten werden.

Als Kind wollten Sie ... ?

Weißinger: Viel Sport treiben, mich häufig im Freien aufhalten, Berge besteigen, viel Zeit mit Freunden verbringen — und die Dinge, die ich starte, erfolgreich durchführen.

Was beeindruckt Sie an anderen Menschen?

Weißinger: Meine Bewunderung hat jeder Mensch, der sich außerhalb des Eigennutzes engagiert, offen ist, andere Sichtweisen zu verstehen und sich für andere einsetzt. Hierzu gehört auch das Tragen von Verantwortung und damit das Eingehen von Risiken, mit dem Ziel, Dinge zu verändern und zu verbessern.

Die Nähe zu Krebspatienten zulassen und ertragen, ist Prof. Dr. med. Florian Weißinger sehr wichtig. Für den Hämatoonkologen steht die Fürsorge für seine Patienten im Mittelpunkt — und das nicht nur in der Klinik für Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin am Evangelischen Krankenhaus Bielefeld, in der er seit 2008 den Chefarztposten ausfüllt. Auch bundesweit setzt er sich seit drei Jahren als Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie für eine umfassende und moderne Behandlung von Krebspatienten ein. So treibt er z. B. die Zertifizierung von Onkologischen Zentren voran.

Nach seinem Studium in Würzburg forschte er zunächst für über zwei Jahre am Institut für Biochemie der LMU München und fand dann in der Medizinischen Poliklinik der Universität Würzburg zur Hämatologie und Onkologie: Weißinger leitete fünf Jahre lang das Zentrum für Stammzelltransplantation für Erwachsene, baute das Zentrum für allogene Stammzelltransplantation in Zusammenarbeit mit der Universitätskinderklinik auf und leitete bis 2008 als geschäftsführender Oberarzt die Medizinische Klinik und Poliklinik II.

© F. Weißinger

Was fasziniert Sie an Ihrem Fachgebiet?

Weißinger: Bei der Behandlung von Menschen mit bösartigen Erkrankungen ist die Nähe, die man zulassen und ertragen muss, sehr wichtig. Daher ist der menschliche, fürsorgliche Teil der Arbeit und die Begleitung der Menschen über einen längeren Zeitraum, auch in den schwierigsten Situationen, für mich stets faszinierend, fordernd und befriedigend. Die fachliche Entwicklung in der Hämatologie und Medizinischen Onkologie ist so rasant und die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie werden sich auch in den nächsten Jahren revolutionär verändern, dass ich begeistert bin, dies mit erleben zu können.

Was braucht die onkologische Welt am dringlichsten?

Weißinger: Liebe zu den Menschen gepaart mit Wissensdurst, Ausdauer und Zeit.

Welches Buch oder Kunstwerk hat Sie in Ihren Bann gezogen?

Weißinger: Die Biografie über das Leben von Alexander von Humboldt und die Biografie über das Leben von Albert Schweitzer. Das Gemälde „Wanderer über dem Nebelmeer“ von Caspar David Friedrich.

Wie halten Sie Balance in Ihrem Leben?

Weißinger: Mit regelmäßigem Sport (Laufen, Volleyball, Skifahren), Wandern und ich nehme mir die Zeit für Konzerte, Opern und Abende mit Freunden.

Wie beenden Sie Ihren Tag?

Weißinger: Leider aktuell zu häufig am Rechner mit Arbeit, begleitet von Musik und einem Glas Rotwein. Am liebsten beende ich den Tag mit meiner Frau im Gespräch, auch in einer netten Runde mit Freunden.

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Authors and Affiliations

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