Advertisement

Im Focus Onkologie

, Volume 21, Issue 9, pp 40–40 | Cite as

Fortgeschrittenes NSCLC: Fortsetzung der Gefitinib-Therapie nach Progress?

  • Kathrin von Kieseritzky
Pneumoonkologie Literatur kompakt
  • 53 Downloads

Wird bei Progress nach der Erstlinientherapie mit Gefitinib eine Chemotherapie eingeleitet, ist die zusätzliche Gabe von Gefitinib nicht zu empfehlen, wie aus der IMPRESS-Studie abgeleitet werden kann.

In der IMPRESS-Studie fand sich bei Patienten mit fortgeschrittenem EGFR-mutiertem nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) und Progression nach der Erstlinientherapie mit Gefitinib kein Unterschied im progressionsfreien Überleben, wenn zusätzlich zur Chemotherapie die Gefitinib-Therapie fortgeführt oder Placebo verabreicht wurde.

Für das Gesamtüberleben erwies sich die Fortsetzung der Gefitinib-Behandlung zusätzlich zur Chemotherapie im Vergleich zu Placebo plus Chemotherapie als ungünstig (Hazard Ratio [HR] 1,44; p = 0,016). Bei Patienten mit T790M-Mutation war die Verschlechterung statistisch signifikant (HR 1,49; p = 0,043), bei Patienten ohne T790M-Mutation nicht.

Fazit: Die Studienergebnisse sind den Forschern zufolge hinreichend, um die Behandler vor der Fortsetzung einer Gefitinib-Therapie bei entsprechenden Patienten zu warnen.

Literatur

  1. Mok TSK et al. Gefitinib Plus Chemotherapy Versus Chemotherapy in Epidermal Growth Factor Receptor Mutation—Positive Non—Small-Cell Lung Cancer Resistant to First-Line Gefitinib (IMPRESS): Overall Survival and Biomarker Analyses. J Clin Oncol. 2017;35(36):4027–34.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Kathrin von Kieseritzky
    • 1
  1. 1.

Personalised recommendations